Lasertag anstelle von Airsoft? (ICombat)
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(44 Posts)

(nachträglich editiert am 06.05.2019 um 00:48 Uhr)

Nabend Zusammen,

 

ich hoffe ich mache mich hier im Airsoft-Forum nicht unbeliebt, wenn ich von Lasertag rede. Ich muss jedoch sagen, dass ich das Thema sehr interessant finde.

Bisher kannte ich Lasertag immer nur von den futuristischen Kinderspielhallen in denen mit viel Licht, Sounds etc. indoor auf eine maximale Entfernung von 10 Metern "geschossen" wurde. Für Kinder sicher ein großer Spaß, für Airsoft-Spieler sicher nicht.

Durch Zufall bin ich letztens über das Lasertag-System von ICombat gestolpert, hier im Forum habe ich darüber noch nichts gelesen. In den USA sollen u.a. die Polizei und die Army damit trainieren.

Soweit ich richtig gelesen habe schaffen die Kniften wohl bei Tageslicht problemlos an die 150 Meter. Sehen dazu noch realistisch aus und sind auch vom Handling genau wie die Airsoftkniften mit denen wir spielen.

Für die Magazine kann die Kapazität vorgegeben und diese "merken" sich auch die noch verbleibende Kapazität. Heißt verschieße ich 10 Schuss und gebe diese an meinen Kollegen ab, dann fehlen ihm natürlich auch die 10 Schuss.

Rückstoß kann optional durch eine CO2 Kartusche erzeugt werden und wer zusätzlich ein körperliches Feedback haben möchte der Schnallt sich nen Gürtel mit Elektroschock um.

Zuschauer können auf dem Bildschirm live das Spielgeschehen beobachten und es werden sogar die Trefferbilder etc. getrackt.

Ob es bereits Granaten etc. gibt weiß ich nicht, technisch sollte das aber ja kein großes Problem sein. Genauso dürften technisch Granatenwerfer, Shotguns etc. ja ebenfalls kein Problem sein, zumindest in Zukunft.

Werbevideo von ICombat, allerdings noch aus 2013

Vorteile die ich sehe:

- genaues Trefferbild

- realistisches Spielgeschehen, Unterschiedlichen Kniften kann unterschiedliche Reichweite etc. zugewiesen werden

- keine Highlander mehr

- kein Verletzungsrisiko durch BBs, keine Backup, bzw. nur dann wenn diese wirklich Sinn macht (in Gebäuden etc.)

- realistisches Trefferbild (man könnte z.B. festlegen, dass ein Schuss ins Bein nicht zum sofortigen Ausschluss führt)

- Weniger gesetzliche Auflagen? Grundstück muss nicht entsprechend gesichert werden etc.

- Geringe Folgekosten, wenig Wartung

 

Nachteile:

- Anschaffung wird sicher nicht ganz günstig sein

Hat einer von Euch schon mit diesem System gespielt und hat dazu ein paar Erfahrungen. Ich stelle es mir ziemlich spaßig und taktisch vor und sehe gegenüber dem normalen Airsoft spielen eigentlich nur Vorteile und wenig Nachteile.

(7169 Posts - Moderator)

(nachträglich editiert am 06.05.2019 um 00:33 Uhr)

Nachteil:
Dir fliegen keine Projektile um die Ohren. Keine Aufschläge. Kein Deckungsfeuer, weil kein "unten halten"

Reflexionen sind legitime Erweiterungen der Trefferzone. Spiegel? Glasscheiben? Wenn sie hinter dir sind, kann dein Gegner dich treffen.

Man muss komisches Zeug überziehen damit Treffer registriert werden können.


NIcht markierte Zonen können nicht getroffen werden. (AGDUS ohne Helm und Waffe + Kopf um Ecke = OP)

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Gehst du eigentlich auch in Autoforen und sagst, daß  Bahnfahren billiger ist? 

 

[Thread verschoben nach: "Off-Topic / die Laber-Ecke"]

klingt irgendwie sackteuer...

und solange der gemeine Airsoftie zu geizig/arm für alles inclusive vernünftiger BBs und Ladegeräte ist, wird datt nüscht...

Wurde das Thema nicht schon mal vor 5+- Jahren aufgegriffen, das war doch der Chef von MD-Textil der da so "Spezialmissionen" angeboten hat mit so Lasermodulen. (Mike Delta ??)

 

 

 

Lasertag...pfft. Das ist wie E-Bikes. Nix ganzes und nix halbes. Wer Bock drauf hat, soll mit glücklich werden oder mit Nerfguns zocken. Für mich ist das nix.

(2908 Posts)

(nachträglich editiert am 06.05.2019 um 06:03 Uhr)

1000€+ sind einfach zu teuer. Die Milsimer geargeilen können sich sowas gern kaufen, nur bleibt der Kreis kleiner als Speedsoft.

Auf ein paar events wurde das als snipermission verkauft, da macht es auch teilweise sinn.

Aber man hat keine Ballistik. Wir spielen Airsoft . . . Gestrüpp im weg und man kommt nicht durch. Das ist auch gut so, den viele Gelände geben das nicht her.

Einziger vorteil: man kann nicht weiterschießen wenn man getroffen wurde.

 

Sarkasmus folgt: Gehen wir doch Paintball spielen, ist viel Bunter, man kann es mit zwillen überall spielen, reichweiten sind noch geringer. Ich bin ein Regenbogen-Pony!

Lasertag spiele ich erst, wenn es auch ein Laserschwert gibt. Dann machen die ganzen Klo-Krieger auch sinn.

(2389 Posts)

(nachträglich editiert am 06.05.2019 um 06:41 Uhr)

Klingt interessant. Aber es wird schwer, mich und die meisten anderen hier davon zu überzeugen, unsere lieben kugelschubsen gegen Laserpointer zu tauschen.

Ich sehe den Vorteil vor allem darin, dass es sich bei den Markierern nicht um Waffen handelt und bei harmlosem Aussehen jeder öffentliche Wald oder Platz als Spielfeld genutzt werden kann.

Aber ich stelle mir das ganze nicht so spannend vor, wenn noch weniger pewpew auf noch größere Distanz gestreckt wird. Wobei die CO2 Systeme wahrscheinlich lauter sind als ASGs... Vorurteile...

(1678 Posts)

(nachträglich editiert am 06.05.2019 um 07:25 Uhr)

Wenn man sich das Video anschaut und die Container sieht, denkt man gleich an das Geräusch von aufschlagenden BB's. 

Tja, ist nicht.. nicht, weil da keiner feuert..

Nee, die Projektile haben einfach keine Masse. Klar sind sie dafür schnell und erzeugen keine blauen Flecke. 

Elektroschocker ist da nicht wirklich ne Alternative. 

Gut ausgestattet, ist auch Airsoft ne Sache mit kalkuliertem Risiko. 

Und E-Bike fahren macht schon Spaß, denkt an das Drehmoment. Die brauchen keine 9000 Touren, um ordentlich Kraft zu entfalten..

Auf E-Roller würde ich mich aber einlassen.

ICombat gibt es schon eine Weile in Deutschland. Hierzu mal den Link checken, habe es beim JGA meines Bruders auch gebucht, aber nicht Outdoor.

https://www.spielt-lasertag.de/lasertag-systeme/icombat-2/

Highlandern soll vorbei sein? Das ich nicht lache? Erinnere mich gut an eine Gruppe die sich Schwarzes Tape über den Sensor geklebt hat...wenn es nicht unzählige Orgas gibt, ist das schwer zu prüfen.

Klar ist das mit der Fairness bei uns auch so eine Sache, aber ich sehe das bei den Spieler im Lasertag etwas anders. Da geht es oftmals ja auch mehr um Gesamtpunkte, K/D Ratio, Headshots etc...

Ich kenne das System in einer älteren Variante als AGDUS noch von der Bundeswehr.

ja, man kann realistischere Reichweiten erzielen, dies würde aber auch neue Gelände erzwingen, da du ja schon auf die Hälfte des Feldes erfolgreich treffen kannst.

Sobald die Waffen/Markierer realistisch aussehen, muss ja dennoch das Gelände befriedet sein, und nicht einsehbar...

Sehe aufgrund der Kosten und der Umstände nicht die Sinnhaftigkeit.

 

(10856 Posts)

(nachträglich editiert am 06.05.2019 um 11:16 Uhr)

Also, ich versuche das nicht als ablehnenden Post zu schreiben.

 

Vor Jahren haben wir auf einem Outdoorplatz bei: https://lasergame-leipzig.de/ mitspielen dürfen. Denen war ein Team ausgefallen und die Gruppe hätte nicht spielen können.

Die Kanonen sahen wie SiFi Föns mit billigem RedDot aus. Das war bewußt so gemacht, um aus allen Waffenregelungen raus zu sein. Somit ist Zocken auf dem gemieteten Kaufhallen Parkplatz möglich. Aber eben auch im Wald um die Ecke.

Die Reichweite dieser Teile lag bei ca 800m, an diesem Tag, da wir mit reduzierter Leistung gespielt haben. Unter optimalen Labor-Bedingungen sind wohl durchaus Wirkungen auf bis zu 1800m möglich, hat er gesagt. Sonst nur 1400-1600m.

Ja nach Programmierung, konnte das Gerät ein Sniper darstellen, eine Schnellfeuerwaffe, Pistole...

Auch der Feuerton, der "Waffe" kann eingestellt werden. Wir haben mit dem Homer Simpson "Dohh" gespielt wenn man getroffen wurde und beim Feuern irgend ein "knattern".

Der Unterschied in den Klassen lag in der Anzahl der Punkte die bei einem Treffer abgezogen wurden. Ein Sniper zB hat 21 Punkte geraubt, ein Normales Gewehr eben nur 1 und eine Pistole 2-5.

Ein SSG hat aber eben immer nur einen Schuß und muß nachgeladen werden. Die Pistole hat etwas mehr Mun, bekommt aber eine Streuung programmiert.

Das Nachladen erfolgt über das abziehen eines Steckers und anschließendes neu einsetzen.

Jeder Spieler hat 20 Lebenspunkte.

Damit haben wir die Basics geklärt.

Nun zum Haken der Sache: Die Knarren sind relativ leicht selbst zu bauen, nur eben mit im Schnitt 1200-1500e recht teuer. Dazu kommt das Geschirr. Wie bereits geschildert, man kann nur da getroffen werden, wo ein Sensor ist.

Es handelt sich um einen Lichtstrahl, dieser wird Reflektiert. Physik und so.
Nun steht man hinter einer Ecke und mein Gegenspieler feuert sein Magazin leer. Auf die Wand und seine Lichtstrahlen werden von der Wand reflektiert und ich erhalte Treffer.

Ich bin eine Person mit einer Waffe. Meine BBs zwingen ein 5 Mann Team in Deckung zu bleiben, bis sie mich überrennen. Stürmen sie, kann ich mindestens einen Hit landen.
Nun bin ich eine Person mit einer Laserwaffe die immer einen Punkt abzieht. Der zwei Gegenspieler haben je 20 Trefferpunkte. Nachdem er die Ecke beflastert hat und ich Glück hatte und noch nicht raus bin, stürmen die beiden los. Ich kann mit Glück 10  Treffer landen und schalte keinen meiner Gegenspieler aus. Da ich von 2x20 nur 10 Punkte abziehe, aber gleichzeitig 2x20 Treffer kassiere.

Allein diese beiden Dinge, ändern das tatsächliche Spiel enorm. Allein bist du nichts.

Die nächste Situation: du läufst durch den Wald. Plötzlich piepst dein Melder. Und nochmal und nochmal. Du wirfst dich in Deckung und versuchst herauszufinden, ob du gehört hast wo der Schütze steckt.

Das Problem ist, egal wie laut der Fön ist, er ist zu leise :)
Dazu kommt, das man nichtmal die Richtung abschätzen kann, aus der man getroffen wurde.

Fazit:
Der Tag war lustig, das Spiel deprimierend (wir wurden von einer Geburtstagsfeier voller 12Jähriger aufgeraucht) der Muskelkater am folgenden Tag fast noch schlimmer als nach einem NERF WAR Sonnabend.
Mit Airsoft war es aber nicht mal im Ansatz vergleichbar.

 

Nachtrag:
Betrug: ja, wie überall gibts Wege und Mittel wenn man will.
Stupied "Ups, der Stecker von meiner Weste ist herausgerutscht". Aber auch simple Mods: Wäre es meine Knarre, würde ich einen Knopf zum drücken statt einem Stecker verbauen (zur Not dazwischen Stecken) um schneller Laden zu können und mir damit einen Vorteil verschaffen.

Mir fehlt da was ganz wichtiges... Eine Geschoss / BB welche einen Lauf verlässt und trifft oder eben nicht. Virtuell spiele ich da lieber am PCs.

(948 Posts)

(nachträglich editiert am 06.05.2019 um 13:18 Uhr)

So wie Michael Kurmann kenne ich das noch vom Bund.

Zu beginn waren alle total begeistert, endlich konnte man mal beweisen das kein noch so geschickter Gegner eine Chance hatte, an ein ran zu kommen, man wußte ja wer der Supersoldat war und wer nicht.

Die Ernüchterung kam schnell, Probleme mit dem System, Blätter Zweige Gräßer verhinderten Treffer. Anzeigen piepten oder auch nicht.

Klar werden die heutigen Systeme stabiler und wesentlich zuverlässiger sein. Ich würde es aber nicht nutzen wollen.

Meine pers. Kontras:

  • Ich könnte an so einem System überhaupt nichts machen, weder tunen noch reparieren.
  • Keine noch so unrealistische Ballistik
  • Die mikromale Optik wenn eine BB vor einem in Deckung liegenden Gegner den Sand oder Dreck aufwirbelt. Ich find das toll.
  • Für den Preis eines komischen Lasergedöns kaufe ich mir lieber einen neuen PC
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