Testberichte: Ausrüstung und Zubehör
Produkt Link: SPECPRECISION EXPS3 DCR
Vorwort
Vorweg möchte ich transparent erwähnen, dass ich für dieses Review einen Rabatt auf die Optik erhalten habe. Seitens Specprecision gab es jedoch keinerlei Vorgaben, Einschränkungen oder Anforderungen bezüglich des Inhalts. Alles, was hier geschrieben wird, basiert auf meinen persönlichen Erfahrungen und meiner ehrlichen Meinung zum Produkt sowie zum Bestellvorgang.
Bestellvorgang & Kundenservice
Der Bestellvorgang verlief unkompliziert und problemlos. Nachdem ich mir einen Account erstellt und die Optik in den Warenkorb gelegt hatte, ging es direkt zum Checkout.
Auf der Website selbst wird zunächst nur Kreditkartenzahlung angezeigt. Sobald man den Checkout startet, erhält man jedoch automatisch eine E-Mail mit dem Hinweis, dass alternativ auch PayPal, Google Pay und Apple Pay möglich sind.
Nachdem ich auf die Mail geantwortet und PayPal als bevorzugte Zahlungsmethode angegeben hatte, erhielt ich innerhalb kurzer Zeit einen PayPal-Bezahllink sowie die entsprechende Rechnung. Die Bestellung wurde anschließend auch korrekt im Kundenkonto angezeigt.
Nach erfolgreicher Bezahlung erhielt ich eine Zahlungsbestätigung und der Bestellstatus wurde unmittelbar aktualisiert.
Nach dem Versand bekam ich eine Trackingnummer über 17Track, wodurch sich der Versandweg jederzeit nachvollziehen ließ.
Das Paket traf nach etwa 15 Tagen bei mir ein und verursachte keinerlei zusätzliche Zoll- oder Einfuhrkosten.
Besonders positiv hervorzuheben ist der Kundenservice. Ich hatte morgens bestellt und PayPal als Zahlungsmethode angefragt. Bereits wenige Stunden später lagen Rechnung und Bezahllink in meinem Postfach.
Verpackung & Lieferumfang
Die Optik wurde in einem weißen Luftpolsterumschlag versendet. Darin befand sich die Produktverpackung, in der sämtliche Komponenten sicher in Schaumstoffeinlagen untergebracht waren.
Zum Lieferumfang gehören:
Für eine Clone-Optik fällt der Lieferumfang überraschend umfangreich aus und enthält praktisch alles, was für die Montage und den direkten Einsatz benötigt wird – mit Ausnahme einer CR123A-Batterie.

Der beiliegende Stickerbogen besteht aus bedrucktem Nylon und hinterlässt einen hochwertigen Eindruck. Die Ausschnitte sind sauber und präzise gefertigt und scheinen exakt auf die Optik abgestimmt zu sein.
Der Lens Protector besteht aus 4 mm starkem Polycarbonat und sollte insbesondere im CQB einen zuverlässigen Schutz gegen direkte BB-Treffer bieten. Er wird zwischen Gehäuse und Frontlinse eingesetzt und sitzt sicher, lässt sich bei Bedarf jedoch problemlos entfernen. Durch die zusätzliche Schutzscheibe entstehen allerdings leichte zusätzliche Reflexionen.
Der Killflash wird auf ähnliche Weise montiert. Aufgrund seiner dünnen Wabenstruktur sollte er jedoch nicht als echter Schutz gegen BB-Treffer betrachtet werden. Seine Hauptaufgabe besteht darin, Reflexionen der Frontlinse zu reduzieren. Positiv fällt auf, dass das Wabengitter beim Zielen kaum wahrnehmbar ist und die Sicht nicht spürbar beeinträchtigt.

Verarbeitung, Glasqualität & Absehen
Insgesamt hinterlässt die Optik einen sehr positiven Ersteindruck.
Die seitlichen Bedientasten sowie die Verstellung für Elevation und Windage lassen sich angenehm bedienen und bieten ein sattes, klar definiertes Klickgefühl.
Auch die Markings sind sauber und präzise aufgebracht. Im Vergleich zu Referenzbildern eines originalen EOTech EXPS3-0 konnte ich lediglich wenige kleinere Unterschiede feststellen. Da ich selbst kein originales EOTech besitze, basiert dieser Vergleich ausschließlich auf Bild- und Videomaterial.
Die auffälligsten Unterschiede betreffen die Verstellschrauben sowie die Drahtsicherung des Batteriefachs. Der Draht ist etwas länger ausgeführt und die Crimpungen unterscheiden sich leicht vom Original. Außerdem wirkt die Frontlinse etwas stärker verspiegelt als bei den Originaloptiken, die ich bisher gesehen habe.
Größe und Proportionen entsprechen dem Original dagegen sehr gut. Auffällige Abweichungen konnte ich nicht feststellen.


Die Montage auf meiner APFG MCX verlief problemlos. Die Optik saß fest auf der Picatinny-Schiene und zeigte keinerlei Spiel oder Lockerungen. Auch der Klemmmechanismus hinterlässt einen soliden Eindruck. Die Montage war innerhalb weniger Minuten abgeschlossen.

Das Glas selbst ist klar und besitzt lediglich eine sehr leichte Tönung. Die Verdunkelung des Sichtbildes ist minimal und im praktischen Gebrauch kaum wahrnehmbar.
Die Frontlinse spiegelt allerdings recht deutlich. Auch an der hinteren Linse können unter bestimmten Lichtverhältnissen Reflexionen auftreten, insbesondere wenn sich starke Lichtquellen hinter dem Schützen befinden. Abgesehen davon konnte ich weder Verzerrungen noch Randunschärfen feststellen. Das Sichtbild wirkt insgesamt sauber und angenehm.


Das DCR-Absehen wird scharf dargestellt und bietet eine beeindruckende maximale Helligkeit. Insgesamt stehen 20 Helligkeitsstufen zur Verfügung, wodurch die Optik sowohl bei Dunkelheit als auch bei hellem Sonnenlicht gut nutzbar bleibt.
Es sei außerdem erwähnt, dass es sich nicht um eine echte holografische Optik handelt. Während ein originales EOTech mit holografischer Lasertechnologie arbeitet, nutzt die Specprecision-Version eine klassische LED-Projektion auf Red-Dot-Basis. Für die meisten Airsoft-Anwendungen spielt dieser Unterschied in der Praxis jedoch kaum eine Rolle.
Bei sehr hohen Helligkeitsstufen kann das Reticle leichtes Ghosting beziehungsweise Blooming zeigen. Dies tritt hauptsächlich dann auf, wenn die Helligkeit deutlich höher eingestellt wird als für die jeweiligen Lichtverhältnisse notwendig. Bei sinnvoller Einstellung bleibt das Absehen jedoch klar und scharf.
Zeroing & Verstellung
Das Einschießen der Optik gestaltet sich unkompliziert.
Die Elevation- und Windage-Verstellung verfügt über klar definierte und reproduzierbare Klicks, wodurch sich Korrekturen präzise vornehmen lassen.
Auch nach mehrfachem Verstellen und anschließendem Zurückstellen kehrte die Optik zuverlässig auf die ursprüngliche Einstellung zurück. Während meiner Tests konnte ich keine Probleme hinsichtlich der Wiederholgenauigkeit feststellen.
Nachtsicht-Kompatibilität
Laut Hersteller verfügt die Optik über spezielle Nachtsicht-Modi (NV Mode), die für die Nutzung mit Nachtsichtgeräten vorgesehen sind.
Da mir derzeit kein Nachtsichtgerät zur Verfügung steht, kann ich die Funktion und Kompatibilität leider nicht bewerten.
Die entsprechenden Einstellungen sind vorhanden und lassen sich problemlos anwählen. Aussagen zur tatsächlichen Performance unter Nachtsichtbedingungen kann ich jedoch nicht treffen.
Zuverlässigkeit & GBB-Test
Laut Hersteller soll die Optik auch auf Waffen bis Kaliber 5,56 NATO einsetzbar sein. Dies kann ich mangels entsprechender Testplattform nicht überprüfen.
Auf meiner APFG MCX GBB funktionierte die Optik jedoch einwandfrei. Während des gesamten Testzeitraums traten weder Zero Shift noch Flackern des Absehens oder andere elektronische Probleme auf. Auch nach mehreren Magazinen hielt die Optik ihren Haltepunkt zuverlässig.
Zur Batterielaufzeit kann ich derzeit noch keine fundierte Aussage treffen, da sich die Optik noch nicht lange genug in meinem Besitz befindet. Diesen Punkt werde ich zu einem späteren Zeitpunkt ergänzen.
Preis-Leistung
Mit einem Preis von rund 86 € inklusive kostenlosem Versand bietet die Specprecision EXPS3-0 (2026 DCR Version) ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Für diesen Preis erhält man eine sauber verarbeitete Optik mit überzeugenden Markings, klarem Sichtbild, hellem DCR-Reticle sowie umfangreichem Zubehör.
Natürlich handelt es sich nicht um eine echte holografische Optik und die Frontlinse spiegelt stärker als beim Original. Angesichts des erheblichen Preisunterschieds fallen diese Kritikpunkte jedoch kaum ins Gewicht.
Darüber hinaus bietet Specprecision regelmäßig Rabattaktionen an, wodurch sich der ohnehin attraktive Preis teilweise noch weiter reduzieren lässt.
Wer eine EXPS-Optik sucht, die dem Original optisch sehr nahekommt und gleichzeitig erschwinglich bleibt, erhält hier aus meiner Sicht eine der interessantesten Optionen im Budget-Segment.
Fazit
Würde ich die Optik erneut kaufen?
Ja.
Für meinen Einsatzzweck im Airsoft-Bereich erfüllt sie alle Erwartungen und bietet für den aufgerufenen Preis ein überzeugendes Gesamtpaket.
Je nach Handy solltest du den nvg Modus im Handy sehen können mit der Kamera..nur als tipp
Schönes Review! Für Waffen-Nerdies ist Specprecision vielleicht nur der Angriff der Klonkrieger, aber wir Spieler mit Hang zum optischen Schein des Spiels können dort schöne Stücke erwerben. Ich hab da bisweilen auch schon zugeschlagen und kann deine Bestell- und Versanderfahrungen nur bestätigen. Mein dort erworbenes Holy Warrior Z1 tut jetzt seit einem Jahr klaglos seinen Dienst, taschengeld-kompatibel.
Die Umschaltung auf Nightvision bedeutet einfach nur das Ändern der Absehenfarbe von rot auf grün, oder?
Hier ein Bild der FDE Variante, danke für dein Review! Ich liebe das Ding.

@Veterano Nein soll wohl ein echter NV modus sein. Wenn man den Kopf betätigt ist das absehen "weg" denke sehr weit gedimmt so das es mit dem Auge nicht sichtbar ist. Ist aber nur eine vermutung da ich kein Nachtsichtgerät habe um es zu prüfen
Sofern es nen echter NV modus ist sollt das absehen nur noch im Infrarot spektrum sichtbar sein.Heißt da ist ne IR led drin.Bei billigen gerne grüne.
Mit nem Handy und der kamera davon sollte man das absehen aber sehen können.Und wäre eigentlich echt cool zu wissen,da es für knapp 100€ kaum red dots mit NV gibt
Scheint wohl ein echter Nachtsicht modus zu sein hier ein Bild von der Diode im NV modus, dass ist das typische IR Lila

Zum NV mode kann ich was beitragen.
Besitze neben originalen EoTech und holographischem Holy Warrior, auch die Red Dot Version des EXPS3 von Specprecision.
Im NV mode wird das Absehen tatsächlich durch eine infrarot LED beleuchtet, da aber Bauartbedingt sich beide LED's versuchen müssen einen Platz zu teilen und man für gewöhnlich nur das rote sichtbare Absehen, auf seine Distanz eingeschossen hat, hat der NV modus einen leichten Offset.
Macht auf 50meter etwa 20cm seitliche Abweichung aus.
Wenn man das weiß und unter Nachtsicht spielt, muss man sich da eben dran gewöhnen und entsprechend vorhalten.