Hallo zusammen,
zunächst ein Disclaimer, ich bin mir ziemlich sicher, dass das Problem vor der Tastatur sitzt, aber ich komme einfach auf keine, für mich plausible Lösung, daher dieser Thread.
Ich glaube, jeder kennt die Diskussionen und kennt den einen oder anderen Spieler, der viel Zeit (und Geld) in sein Hopup investiert und somit das Maximum an Reichweite herausholt. Das sei auch jedem gegönnt, "Betriebsgeheimnisse" gehören ja auch ein bisschen dazu...
Dennoch verstehe ich auf einer theoretischen Basis nicht, woher die Unterschiede kommen. Folgende Prämissen gelten für meine Gedanken:
Die Energie setzt sich aus dem Verhältnis von Kugelgewicht und Geschwindigkeit am Ende des Laufes zusammen. Der durch das Hopup induzierte Backspin hat auf die Messung keinen Einfluss. Daraus leitet sich für mich ab, egal ob eine Kugel ohne Hop oder mit vollem Overhop geschossen wird, bei gleichen FPS hat sie bei der Messung auch die gleiche Energie.
Nun nehmen wir an, wir wollen eine für Airsoft ideale Flugbahn erreichen, also möglichst lange gerade, um an Ende leicht anzusteigen und dann runterzufallen. Um dies zu erreichen, gibt es nach meinem Verständnis für jedes Kugelgewicht und jede Ausgangsgeschwindikeit/Ausgangsenergie einen idealen Backspinwert.
Mehr Backspin als der ideale Wert würde zu Overhop führen, zu wenig und die Kugel fällt runter. Ich kann nahezu jedes Hopup System zu viel/zu wenig reindrehen, unabhängig vom verbauten Tensioner/Bucking etc. D.h. nach meinem Verständnis decke ich mit jedem Hopup-System auch den idealen Wert mit der Einstellungsrange meines Hopup-Systems ab.
Daraus leitet sich für mich in der Theorie also ab, wenn zwei Systeme am Mündungsausgang identische Energie/Geschwindigkeiten mit identischen Kugelgewichten erzeugen, dürfte die Qualität des Hopups ja eigentlich keinen Unterschied machen. Mit beiden Systemen könnte ich (theoretisch) den idealen Backspin-Wert erzeugen und müsste dann ja auch auf identische Reichweiten kommen.
Praktisch ist dem nicht so und ich verstehe nicht, wo mein Gedankengang einen Fehler hat.
Klar, wenn jemand mutwillig "bescheißen" will (z.B. durch anderes Kugelwicht) fällt die Vergleichbarkeit weg aber bei identischen Ausgangsbedingungen müsste es doch eigentlich egal sein, ob jemand ein billiges Hopup-System verbaut oder eben nicht (solange mit dem Hopup-System der ideale Backspinwert erreicht werden kann).
Mir ist klar, dass hochwertige Systeme besser abdichten bzw. ggf konstantere Leistungsabgabe ermöglichen. Mir geht es aber in dieser Betrachtung darum zu verstehen, wie es trotz identischer Joule/FPS zu Reichweitenunterschieden Aufgrund des hopup-Systems kommen kann.
Also klärt mich auf, woran mein Gedankengang scheitert.
Ich bin auch Laie was die Physik dahinter angeht aber spontan würde mir einfallen das du Gummis unterschiedliche Härten oder Reibwerte haben , was in Kombination mit einem Tensioner der den gleichen Bedingungen unterliegt schon Unterschiede hervorrufen kann wobei diese Faktoren ja unabhängig von der Energie sind. Ob das jetzt die Lösung ist oder einfach nur kaputt gedacht kann ich dir nicht sagen. Fakt ist aber auch wenn man das gleiche kauft und verbaut selbst wenn die gleiche Person zwei gleiche Systeme baut spielen so viele Kleinigkeiten eine Rolle das es Abweichungen gibt und sei es nur das eben nicht geeichte Produkt das du verbaust.
Hast direkt einen anfangsfehler drin.
Wie viel hop man drauf gibt, macht einen FPS Unterschied. Weil sich dahinter Luft anstaut und man eine gewissen Druck braucht um an den runter gedrückten hop gegen zu wirken.
Danach ist Unterschied zwischen 4mm oder 7mm. Also wie lange die Kugel "gedrückt" wird. Was wiederum zum oberen Thema folgt.
Härtegrad des Gummis kommt direkt mit hinzu.
Am Ende hast du noch den Lauf. Von 6,01 bis zu 6,35 und Längen von bis... Ist da auch nochmal das benötige Luftvolumen zu beachten. Gleichzeitig "schweben" Kugeln in einen 6,35(tnt lauf) auf einer Luftblase nach vorne. Während 6,01 komprimiert durch gedrückt werden.
Es hat alles vor und Nachteile. Und jeder schwört auf eigene Systeme.
Auch ist bei airsoft der Toleranzbereich größer. Jeder entwickelt mit anderer Qualität. Man sagt auch man kann 10 Wummen, gleicher Marke, mit gleichen Internals Tunen. Du wirst auf 10 verschiedene Ergebnisse kommen.
Die Qualität des Hop Ups hat im Grunde vor allem 2 Faktoren:
1. Stärke: Ein zu weiches bzw. schlecht geformtes Gummi kann schwere BBs nicht genug hoppen. Daraus folgt weniger Reichweite, da leichtere BBs schneller Energie verlieren.
2. Konstanz: Ein gutes Hop Up liefert einen sehr konstanten und zentrierten Hop, was in einer geraden und gut reproduzierbaren Flugbahn reduziert, wogegen schlechtere System mehr streuen können.
Ansonsten sind dein Grundannahmen soweit wichtig. Wobei wie Jonas sagt das Hop auch immer Energie schluckt - auch da gibt es Unterschiede. Ein Flat Hop o.ä. Bucking braucht weniger Energieverlust, um den gleichen Effekt zu erzielen wie ein altes 08/15 Bucking.
Hallo,
es spielen etliche Faktoren eine Rolle die das Endergebnis mitbestimmen. Die Kugelführung durch das Hopup ist zwar vom Grundprinzip gleich, im Detail jedoch anders. Ich hätte bis vor kurzem auch gedacht, dass die verschiedenen Systeme einfach nur unterschiedlich viel Druck ausüben, verschiedene Zentrierungsmethoden verwenden, diverse Materialhärte und das wars.
Das war offensichtlich ein Irrtum, denn es kommt z.B. auf das Zusammenspiel von Buckinghärte, Tensionerform und auch Form des Patches an. Nachdem ich mir neulich Macaron Buckings in gleich 3 Waffen (sowohl <0,5J als auch >0,5 J) reingepackt habe, ist bei allen der Streukreis deutlich geringer geworden, die Reichweite dürfte gleich geblieben sein. Im Vergleich zu anderen Buckings ging die Energie bei eingestelltem Hop und demselben BB-Gewicht nach oben, die BBs werden also nicht so stark gebremst. Bei einer einige Jahre alten Waffe wurde allein dadurch die Energie vom Werkszustand wiederhergestellt. Mehr Energie durch Abdichten von Zylinder und Pistonhead brachten in einem System zunächst rein garnichts. Mit neuem Bucking: Aha-Erlebnis.
In diesem Fall hat es geklappt, sonst bringt Logik oft nicht so viel weiter, z.B. bei jedem Mal auseinanderbauen andere Energie.
Bei der Annahme gleiche gemessene Energie am Ausgang des Laufes und gleichem Backspin der BB kommen beide Kugeln auch gleich weit, ist erstmal kein Fehler drin. Das stimmt tatsächlich.
Real schaffen es aber viele Hop Ups es nicht schwere Kugeln ins Overhop zu bringen oder kosten dann gut Energie. Zudem ist die Präzision meist wichtiger als die pure Reichweite. Und spätestens da geht's los mit den Details. Buckingform, Länge des Patches, Tensioner, usw.
Ja man kann auch mit den billigen Gummies mit dem Nubsie und Standard Tensioner Overhop kriegen.
Da haste dann aber auch oft das Problem dass die Kugel viele FPS verliert weil so viel Druck gebraucht wird.
Und die Kugel driftet gerne auch mal nach oben recht oder oben links ab.
Ein gutes Hopup hat wenig FPS Verlust bei schweren Kugeln, keine Ausreißer (Wiederholbarkeit), dichtet gut zum Nozzle ab (und feedet sauber), hat einen großen Sweet Spot am Rädchen (ich muss nicht 15 Minuten die 0,2mm große Einstellung an der HopUp-Unit finden die sich instant wieder verstellt) und idealerweiße hält es lange
Wenn er sagt am Laufende gleiche FPS, ist es egal ob das HU massig an Energie frisst.
Wird halt imaginär eine stärkere Feder verbaut oder stärkeres Gas oder imaginärium verwendet.
Cooler Mann,
da habe ich gleich eine Frage.
Ich habe getauscht:
AEG: Begadi FLY 50° - Macaron 50°, dieselbe Hopupposition, mehr Energie mit 0,20g
S-AEG: Begadi FLY 60° - Macaron 60°, das Mehrfache an Hop notwendig, trotzdem mehr Energie
S-AEG: ML Diamond unbekannter Härte - Macaron 60°, nahezu indentisch starkes Hop, mehr Energie
Tensioner: die ersten beiden Begadi 70°, die letzte ML Omega
Wie ist das zu erklären?
Das Gummi packt besser bzw der drall wird mit weniger Druck erzeugt.Die Gummis haben Unterschiedliche Geometrien und Maße...Stufe 1 ist nicht gleich Stufe 1.
Dazu kommen noch Fertigungstoleranzen
Und halt das Thema mit wenig Druck aber längere Kontakt Fläche bei 7mm Fenstern...
Danke. Eins ist Fakt, beim Macaron ist der Patch nach vorn zu deutlich spitzer als beim FLY, ich meine das sorgt für spürbar geringeres Abbremsen.
zbs.Das unterscheided moderne gummis ja zu einander.Vor 10Jahren waren gummis einfach rund ohne patch fläche wirklich.Die idee kam erst mit R hop und V Hop und co auf in gewissen maße und dann uber die jahre kam es dann zu jetzigem stand.
Gab sogar nen doppelt hop up