Okay, aber warum ist es dann so , dass es sich gefühlt 40-50% leichter anfühlt? Entgegen aller Logik ung physikalischen Gesetze?
Vielleicht klemmt es am Rand. Die Physik lässt sich nicht aushebeln. Ich schau mir das nach dem Urlaub mal an.
PS hast du das Abzugsgewicht auch mal gemessen? Also vorher/nachher? "Fühlen" ist nämlich so eine Sache...
Mangels Kofferwaage leider nicht. Subjektiv betrachtet, hat schmälern aber gut geholfen.
Vielleicht hast du besser geschmiert als es vorher war. Oder beim Zusammenbau eine Klemmstelle beseitigt.
Kauf dir eine Kofferwaage und schau, was du jetzt am Finger hast. :)
Geht nicht, hab's mittlerweile nicht mehr im Besitz ;)
Schade. Kannst du den Auftrag weiter geben?
Wenn es das Sear einzeln gäbe - aber für eine Änderung die ich nicht brauche nur aus Neugier 20Öcken zu zahlen, sehe ich doch nicht so ganz ein - aber ich will es wissen!! ;)
... Nachgemessen ootb bei mir 3.2kg was selbst für nen Direktabzug Jäger doch sehr schwer vorkommt, hab auf Scheibe schon einiges verrissen
Er is schwerer als ne ssg10, aber schlimm finds ich etz nicht
UPDATE :
Hallo in die Runde.
Habe die BSR nun auch bearbeitet.
1. Abzugsgewicht
An dem Zahn seitlich jeweils etwa 1 mm weggefeilt und die gerade Fläche poliert. So wie auf einem yt- Video zu sehen.
Das Polieren ist deshalb wichtig , da dort feine Querrillen bzw Riefen sind.
Diese Riefen in Kombination mit den CNC-Drehriefen vom Endstück des Pistons wirken quasi wie Schmirgelpapier , was man Körnung an Körnung aneinander drückt. Sie greifen förmlich ineinander.
Ergebnis :
Riesen Losbrechmoment.
Diese Riefen sind auf dem kompletten Metallteil. Somit hat man auch einen erhöhten Widerstand bei den Gleitlagern, die es in Position halten. Also hab ich heute kurzen Prozess gemacht und die BSR komplett ueberarbeitet.
Splint und Feder vom Dorn ab und alle Seiten mit minimalem Materialabtrag in Handarbeit poliert. 500 - 1000 - 1500 er Diamantschleifer. Danach mit Polierflies auf Hochglanz (spiegelnd) poliert.... 1,5 Std....😐
Bunsenbrenner - erhitzt - mit Öl abgeschreckt. Denn die Spitze des Dorns wird doch sehr belastet!
Ich denke , dass der Dorn im Originalzustand etwa 10k Schuss durchhält, bis er nicht mehr richtig greift.
Das Endstück des Piston ist aus STAHL- kein Alu. Dieses habe ich ebenfalls noch leicht poliert mit grobem Polierflies.
2. Abzug
Die ungünstige Position des Abzugs ist ein weiterer Punkt der Schwergängigkeit. ZumEinen ist die Krümmung mega und zum Anderen sitz er so weit vorne , dass ich mit Handschuhgroesse 9-9,5 nicht im 90° Winkel abkrümmen kann.
Wieder Bunsenbrenner an - erhitzt - mit schwerer Wasserpumpenzange etwas vorgebogen.
Danach erneut erhitzt und mit einem Hammer gerade geschmiedet.
Dremel, Schlüsselfeilen, Diamantabzieher und Polierflies haben dem Teil den Hüftspeck genommen und eine fast 90° Grad Stellung verpasst.
Danach ab ins heiße Essigbad zur Brünierung.
Bomben Optik. Bin voll stolz auf mich 😅
Desweiteren hab ich die beiden Schenkel am Abzug poliert , welche den Dorn nach unten ziehen.
Bei dem Dorn ein Metallsplint, an welchem ebenfalls Reibung entsteht.
Die koplette Azugseinheit bekam danach eine Brensenreinigerdusche.
Alles wurde entfettet.
Danach kam LM47 Fett rein. Für LG Tuner ganz sicher ein Begriff.
3. Zylinder
Wo ich nun schon alles zerlegt habe , sah ich mir die nächaten systembedingten Reibungspunkte an .
Der Zylinder weisst auf der Unterseite die Einfräsung auf , welche äusserlich & innerlich einen scharfen Grat hat.
Nicht gut für den hinteren Führungsring des Pistons. Hier sah man schon die ein oder andere leichte Kerbe.
Mit Diamantabzieher habe ich diese Stirnwandflächen poliert und entgradigt.
Danach mit Polierflies den gesamten Zylinder von innen spiegelblank poliert. 1 Std hat das Elend gedauert.
Bremsenreiniger rein und entfettet.
Bei der Gelegenheit auch gleich am Springguide die Rillen der Drehmaschine rückstandslos wegpoliert. Auch hier Spiegelfinish.
Selbiges an der Feder....
Das "alte Fett" durch LM47 ersetzt.
4. Kolbenstengel
Die nächste Baustelle war der Kolbenstengel. Dieser hatte m.E. zuviel Spiel, was ein Verkanten bei Ziehen begünstigt.
Sprich in dem Spalt, wo die Kugel samt Feder sitzt.
Ergo Endkappe abgebaut wie beim Umbau auf Linksschütze. Stengel runter und mit der Metallfeile die Achse um 0,8 -0,9mm gekürzt.
Nun ist er perfekt. Gerade noch genug Spiel zur sauberen Funktion nach 3 Anläufen. Lieber Step by Step als am Ende nen klemmenden Stengel.
ERGEBNIS :
Das Abzugsgewicht ist halbiert. Kein Verreissen mehr bei der Schussabgabe.
Das Spanngewicht ist ebenfalls geringer geworden. Nicht viel, aber etwa 10-15%. Absolut kein Hakeln mehr im System .
Das System ist an sich etwas dichter. Es baut mehr Druck auf. Dies merkt man , wenn man den Lauf zu haelt .
Falls Jemand aus dem Raum Giessen Wetzlar kommt und nen Chrono hat wäre ich dankbar.
Grüsse aus Hessen
