ASG für dynamisches Training
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Hi,

ich bin Sportschütze und möchte gerne auch zu Hause dynamische Disziplinen trainieren. 

Es soll ein HK416 werden jedoch bin ich mir noch nicht sicher welche Antriebsart die Beste dafür ist.

Energie sollte die Waffe um die 5 J haben, dass die 0,45 g/ 0,46 g BBs (die Schwersten, die ich finden konnte) schnell genug fliegen.

Folgend die Pro-/ Contra-Punkte, die ich zu den verschiedenen System herausgefunden habe:

 

Gas Blowback:

Pro:

- Sehr realitätsnah

- Das Abzugsgewicht kann gut angepasst werden

- unempfindlich gegen Nässe

Contra:

- bringt vermutlich nicht die Energie/ die konstante Schussleistung über 30 Schuss

 

S-AEG:

Pro:

- Leistung realisierbar

Contra:

- Griff etwas größer wegen dem Motor

- Abzugsgewicht und Verhalten nicht realitätsnah

- empfindlich gegen Nässe

 

HPA:

Pro:

- Leitung realisierbar

- unempfindlich gegen Nässe

- AEG Magazine verwendbar

Contra:

- Schlauch hängt an Waffe

 

GBBs mit HPA Anschluss an den Magazinen fallen komplett raus, weil die für schnelle Magazinwechsel nicht geeignet ist.

 

Welche Lösung haltet ihr am Besten oder gibt es eventuell noch andere Ansätze?

Für alles zusammen habe ich mir ein Budget von um die 3000 € gesetzt.

Streiche contra bei Saeg 

Empfindlich gegen Nässe.

Ich hatte noch keine saeg die Probleme mit Wasser hatte. 

Zu dicker griff.

Dann nimm eine Systema mit infinity Set.

Abzugsgewicht lässt sich glaube ich auch einstellen. Das müsste aber noch mal geprüft werden.

 

Hallo, 

mir fällt dazu als HPA Knifte die MTW MilSpec von Wolverine ein. Die hat eine mechanische Engine und damit auch ein realitätsnahes Abzugsgefühl. Ist hakt nur ein M4 und kein 416

Wenn dich der Schlauch stört kannst du über den Wraith Co2 Stock nachdenken. Der ersetzt den Schlauch durch Co2 Kapseln in der Buffertube.

Als Sahnehäubchen hat das Ding noch eine Empty Mag Detektion, wenn du die original magazine verwendest.

Wie das mit der Leistung ist kann ich nicht genau sagen, mich reizt das zwar schon aber mir ist das zu teuer. Zur Not muss noch ein anderer Lauf für mehr Energie mit rein.

 

Warum ist es relevant, dass du die schwersten BBs nutzen kannst/musst?

Wäre es nicht eine Option im Gewicht auf z.B. 0.2er runter zu gehen, damit du höhere Geschwindigkeiten hast? Dann bräuchtest du keine 5J.

Präzision würde natürlich auf größere Distanzen Leiden, aber da du geschrieben hast, dass du zu Hause trainieren willst, sollte das eigentlich kein Problem darstellen.

Du hättest dann die Möglichkeit auch eine GBB zu nutzen. Mit CO2 Magazinen kann man dem Cooldown bei schneller Schussfolge auch entgegenwirken.

Wenn du nicht auf Bio-BBs angewiesen bist, gibt es auch schwerere Varianten.

https://www.taiwangun.com/de/kugeln-030-050g-6mm/precision-bb-kulki-0-50g-1000-szt-bls

Oder auch Glas, Messing oder Stahl.

https://www.ebay.de/itm/110815157857

etc.

 

Auf welche Entfernung und welche Ziele willst du trainieren?

(1082 Posts)

(nachträglich editiert am 20.06.2022 um 20:06 Uhr)

5J mit einer SAEG... Viel Spaß beim Geldverbrennen. Da investierst du sehr viel Geld, wirst trotzdem einen hohen Verschleiß haben und bastelst dich tot. Zu dicker Griff wird mit Ares und LCT Slimtypes umgangen.

Edit: Durch meine Basteleien und Machbarkeitsstudien kann ich dir übrigens eins sagen:5J im AEG Format sind nicht wirklich "realsierbar". Machbar ja, aber nur für wenige Schusszyklen. Irgendein Teil wird immer nachgeben. Zuerst Feder, Piston und Gears...
Du wirst aus Cz einige ~250er Federn gekauft bekommen, diese sind aber meiner Erfahrung nach dermaßen Spröde, dass die dir nach wenigen Schusszyklen brechen. 190er Federn brechen auch schon recht schnell. Woher hast du die Info, dass 5J mit einer SAEG "realsierbar" wären?

Abzug mit Druckpunkt kannst du bei einer SAEG auch nur über ein Leviathan realisieren.

GBB ist wohl das für Näße anfälligste System. GBB generell schwankt am meisten, aber du kannst mit einem NPAS und dem Sodamod hier relativ brauchbare Leistungen im angestrebten Bereich erreichen. Würde am ehesten zu GBB zwecks "training" raten.

Fürs Heimtraining wäre die Lautstärke noch ein wichtiger, zu beachtender Faktor. Da wäre dann HPA das leisteste...

Warum 5J? 2J tun es auch mit 0,3g BBs auf mittlere Distanzen... Aber jeder wie er will...

GBB Nässeempfindlich? also ich war mit meiner Schwimmen und die lief dannach (Schwankungen sind in der Tat ein Problem)

Zu T-homas:
Der CO2 Stock wäre eine Option.


Zu Sever:
Schwere BBs sind für mich wichtig um auch bei Seitenwinden schießen zu können.


Zu Corax Rabe:
Bio BBS müssen es sein. Ich denke die 0,45 g/ 0,46 g reichen da aus.
Glas, Messing oder Stahl sind eher schlecht, weil sie den Lauf beschädigen.

Bisher ist eine maximale Distanz von 40 m geplant. Teilweise im Freien.
Als Ziele sollen Metall-Klappziele und auch Pappierscheiben verwendet werden.


Zu Frau Holle:
5 J waren vielleicht etwas überzogen. Ich hatte meine CZ Scorpion Evo als Referenz genommen.
Gestern konnte ich feststellen, dass sie einen Fehler hatte und statt der 1 J nur 0,2 J erreichte.
3 J sollten dementsprechend locker ausreichen.

GBBs sehe ich nicht als nässeempfindlich. Die können auch komplett untergetucht werden und funktionieren danach noch. Eine Reinigung nach dem Training ist selbstverständlich.

Die Lautstärke ist egal. So laut sind die ganzen ASGs nichts.


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Auf meiner Suche nach guten Trainingswaffen bin ich auf die schönen HK416 Umbausets von HAO für Systema PTWs gestoßen.
Früher hatte ich schon mal ein Systema M4 PTW und an sich war das Ding recht gut. Dort habe ich mal angefragt wie es mit
der machbarkeit meines Projekts aussieht.

Bis 40m reichen auch 2J und 0,32er völlig aus. Die sind auch preislich noch sehr angenehm.

Klar, verglichen mit scharfer Munition sind die Preise für BBs eh lächerlich aber Mensch muss die Kohle ja nicht aus dem Fenster werfen. ;)

Wichtig: nicht die billigsten BBs. Begadi Hausmarke/Lonex/BLS halte ich für das untere Limit. Willst du das gute Zeug, kauf Green Devil. Ab 0,4g Lonex oder Geoffs. Die 0,46er Novritsch BBs hatten auf meiner Feinwaage übrigens ziemlich genau 0,45g - genau wie die 0,45er Lonex.

Als jemand der seine und andere Waffen seit über 10 Jahren auf dem SChießstand einschießt, muss ich dir leider einen dämpfer verpassen.

Die Energie einer AS Kugel reicht nicht, um metallziele zu klappen. Hier ist einiges an gefummel und gefrickel nötig. Ein Beispiel sind die Typischen Luftgewehr Klappstände. Das wird selbst bei Entfernungen unter 10 m nix. Oder nur mit Glück oder halt bebastle, was dann wiederum auf die Windanfälligkeit geht.

Ja natürlich kannst du mehr Energie in die Kugel packen, doch diese Energie wird dann zum Verformen der BB benutzt. Das ist ihre vordringliche Aufgabe. Energie fressen, um Schäden am Opfer (hihi) zu reduzieren. Deswegen sind Keramik BBs so unglaublich Durchschlagfreudig...

Nächster Punkt, wir haben mit 4,5J auf 50m geschossen. Normale 10er Scheibe. Mit Glück kann man die Beulen, die die BB macht, erraten. Man muss hier auf "Japanpapier" setzen.

Weiter im Text. Ein hochleistungsgewehr, nenn ichs mal so, welches einen Torsotreffer (zuverlässig und wiederholbar) auf 90m erreicht, wird trotzdem auf der 50m Bahn Probleme bekommen einen Coladose zu treffen.

WAS? Ich treff immer die Coladosen! Richtig, deine Waffe schießst aber auch keine 90m. Die BB braucht Zeit (Strecke) Ihr Gleichgewicht zu finden. Mehr Bums, mehr Zeit mehr Strecke.

Viel Energie und viel BB bedeuten nicht viele Treffer. Das System muss aufeinander passen.

Die Idee, mit einer AS Waffe den scharfen Umgang zu üben, finde ich pers mehr als albern. Selbst die "Krassesten" GBBs, sind nicht mal ein Bruchteil einer KK. Vergleiche eine 7,62er mit einer KK und dir wird klar werden wie eine AS zu einer 5,56er steht.

Du gewöhnst dir mit einer AS nur dumme Fehler an. Für scharfe Waffen gibt es nicht ohne Grund Schießsimulatoren.

Dazu kommt, das keine AS realistisch genug ist um wirklich vergleichbar zu sein. Es sind annäherungswerte aber das ist auch schon alles.

Der nächste Punkt ist die Ballistik. Eine AS schießt mit Kugeln und einem Spinn. Eine scharfe Waffe mit einer Rotation. Verkante die scharfe Waffe, und die Kugel wird noch immer im wesentlichen geradeaus Fliegen. Eine BB macht ne Kurve. Bis hin zu 90°.

Weiter, Balistik. Eine Patorne hat ein Geschoss und eine Treibladung. Bei einer PAtrone kann ich mich (je Charge) darauf verlassen das immer die gleiche Menge Treibladung und das gleiche Geschossgewicht zum Einsatz kommt.

Eine AS ist, auch wenn die BBs aus derselben Tüte kommen, immer wie schießen mit 10 unterschiedlichen Chargen von 11 unterschiedlichen Herstellern, mit der Hoffnung, dass wenigstens das Geschossgewicht passt.

Bei einer Scharfen reden wir über Streukreise von gute Muni 10Cent schlechte Muni 10-20cm.

Beim AS reden wir bei guter Muni über "irgendwo auf Oberkörper". Mit viel Ruhe auch über ein DIN A4 Blatt. Deswegen haben wir zwischen 120 und 250 Kugeln im MidCap und nicht nur 10.

Essen fertig, deswegen hier Schluss....

 

(5102 Posts)

(nachträglich editiert am 21.06.2022 um 16:04 Uhr)

@Corax:

Ich möchte warnend einwerfen, dass dein gepostetes Video hinsichtlich des sachgerechten Umganges mit Feuerwaffen in vielerlei Hinsicht fragwürdig ist.

Erstens: Das Video präsentiert in nahezu fantastischer Weise die Übertragung der vorgeblich im Airsoft erworbenen Skills einer Einzelperson. Und zur Überspitzung erlaubt der Moderator / "Schießtrainer" sich das recht reißerische Urteil das in seinem Video dargestellte Ergebnis sei auf die Grundgesamt aller Airsoftspieler übertrag. Bei einer Experimentalgruppe in der Größe 1 halte ich seine Aussage für Augenwischerei. Abgesehen davon können wir den vorangegangen Trainingsverlauf, sowohl mit Airsoftwaffen als auch mit scharfen Waffen, in keinster Weise abschließend nachvollziehen. Schließlich sehen wir nur ein Video vom tatsächlichen Schießtag aber nicht die Vorgeschichte, bei letzterer sind wir auf die Ehrlichkeit angewiesen.

Zweitens: Die Art des dargestellten Schießtrainings ist gefährlich. Angeblich nutzt der gezeigte Airsoftspieler zum ersten Mal in seinem Leben eine scharfe Waffe. Beispielsweise sehen wir direkt einen ungewollten Trockenschuss beim ersten Durchlauf. Dieser Schützenfehler hätte bei korrekter Überwachung der einzelnen und durchaus zahlreichen Abläufe durch den "Schießtrainer" gar nicht erst auftreten dürfen. Zudem durchläuft der First Time Shooter eine Übung, die aus meiner Sicht bereits Intermediate Skills erfordern. Ein bisschen so als fände die dritte Fahrstunde auf der Autobahn statt, während der auf dem Beifahrersitz platzierte Fahrerlehrer nebenebei mit einem Insta-Livestream beschäftigt ist.

Drittens: Das Eigeninteresse des YT-Kanals bei einer 1 Mio. + Abonnenten liegt wie im ersten Punkt schon implizit mitschwingend auf Entertainment und eher billiger Aufmerksamkeitshascherei. Ein sachgerechtes Schießtraning zu zeigen wäre aus meiner Sicht auch zumindest anfänglich trocken und recht langatmig. Also nix für die Trigger Happy Flanellos.

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Ein paar Gedanken zum Thema AS und RS zu kombinieren. Aus meiner Sicht ist schon der Terminus kombinieren vielleicht nicht der beste , komplementieren halte ich für angemessener. Mit einer beliebigen AS-Waffe, sei es nun die bereits beschworene Systema im Gewand einer HK416, die ich im Übrigen selbst nutze, oder die 120€ GBB Pistole, deren Blowback sicher nicht den Rückstoß einer echten Waffe simulieren kann aber vielleicht einen halbwegs realistischen Druckpunkt am Abzug vorweisen, ist höchstens möglich um die zuvor erworbenen Abläufe zu verfeinern. Hinsichtlich der Wirkung im Ziel bleibt für AS bei Papierlochen oder Metallklingeln die Grenze des sinnvoll Machbaren gesteckt. 

Damit landen wir fast zwangsweise bei der Idee, dass du dir für dein heimisches Training eine beliebige Waffe aussuchen kannst, deren Funktionalitäten so nah wie möglich am RS-Modell liegen. Und in der Logik kommen wir dann mit großer Übereinstimmung bei einem GBBR an. 

Noch ein ergänzender Gedanke. Vielleicht hast du Teamkollegen oder Freunde, die schon deine Wunschwaffe haben. Dann wärst du in der Lage eine kleine Testreihe zu starten, von der du anschließend berichten könntest. Oder vielleicht eine andere Waffe, die du nutzen kannst um deine Baseline im AS wiederzuentdecken / auszulegen. In der Gruppe zu trainieren hat überdies noch ein paar Vorteile, unter anderem die Ehrlichkeit gegenüber sich selbst zu erhöhen, insofern kritische Persönlichkeiten darunter sind.

My 2 Céntimos.

also ich weiß, dass mit RAM Waffen CQB-Kurse (Dynamic Entry etc.) gemacht werden, ich hab selbst aber kaum Ahnung von den Waffen. Vielleicht sind die eher dafür geeignet:

https://www.kotte-zeller.de/heckler-amp%3B-koch-t4e-co2-ram-gewehr-kal-43-schwarz

Klingt nach einer fixen Idee, wo die eigentliche Sinnhaftigkeit gar nicht mehr hinterfragt wird.

Was willst du damit zu Hause trainieren? "Dynamische Disziplinen"? Welche denn bitte? Room Clearing bietet meines Wissens nach kein Verband an.

Wieso 5J? Entweder habe ich CQB bis max. 20m oder ich bin eher noch sehr deutlich darunter. Entweder sind 5J nicht nötig und ein riesen Problem für die Verwirklichung des Projekts oder reichen trotzdem nicht aus.

Waffenhandhabung mit einer SAEG kannst du völlig knicken, aber eigentlich müsste dir das als Sportschütze selbst klar sein. Selbst GBB ist schon ein riesen Kompromiss.

 

3000€? Kauf dir ein Wechselsystem für AR15 (Basiswaffe wirst du ja wohl haben, wenn du mit nem 416 trainieren willst :) ein paar tausend Schuss .22LR und du hast noch immer viel Geld für Sprit und Standgebühren übrig. Und einen deutlich größeren Trainingseffekt.

Vergiss nicht, dass die Disqualifikation im Wettbewerb deutlich schlimmer ist, als ein paar Schuss aus der Mitte raus. 

Ich bitte diejenige Person, die meinen obenstehenden Post als Spam markiert hat, gerne eine PN an mich zu senden, um den Vorwurf dort zu diskutieren. Vielen Dank für dein Intetesse an meinen Gedanken, ich freue mich von dir zu lesen.

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