Seite: 1 2

Ich nochmal mit einer weiteren Anfängerfrage:

Meine S-AEG hat pre-cocking, weshalb ich vor'm Einlagern (zum Beispiel am Ende des Spieltages) an die ARL ran muss, um die Feder zu entspannen.

Ein User hier hat mir empfohlen, eine kleines Loch oben in die Griffschale zu bohren, damit ich nicht jedes Mal den Motor rausnehmen und den Griff ab- und wieder ranbauen muss.

Meine Bedenken dabei sind aber, dass durch die kleine Öffnung meine Gearbox ja direkten Zugang zu Staub/Schmutz/kleinen Steinchen und Feuchtigkeit hat.

Ist das in Ordnung oder ist das zu riskant?

Kannst ja ne passende Madenschraube in den Griff setzen, so das du nur die Schraube rein und raus drehen musst zum Entspannen.

Wobei ich dank SARS meine Waffen ca 1 Jahr eingemottet hatte ohne ARL zu betätigen, musste nur mal neu fetten um die Leistung von davor zu haben.

Bei meinen Gearboxen wäre es nicht nur ein Loch im Griff, das zu bohren wäre, sondern auch noch ein Loch in der Gearboxshell. Also das lass mal besser.

Folgende Grundüberlegung: Du weißt, dass die Feder vorgespannt ist, woher? Wenn es eine Einstellung am MOSFet ist: da haben auch einige MOSFets die Möglichkeit, gezielt das Precocking auch wieder zu deaktivieren.

Ist das nur aufgrund einer hohen Akkuspannung der Fall und einer entsprechenden Systemauslegung: einen alten Gammelakku NiMh organisieren oder einen LiPo 7.4V teilgeladen verwenden und den letzten Schuß damit machen.

Ist das alles nicht möglich: die Federn halten, je nach Hersteller, den Druck auch über mehrere Jahre.

(11695 Posts)

(nachträglich editiert am 14.09.2021 um 21:05 Uhr)

Umdenken: Es gibt ARL die haben einen Schlitz in der Axe. Schlicht und ergreifend genau dafür.
Damit umgehst du das lästige bearbeiten von Waffenteilen (sofern das überhaupt hier noch der Fall ist) und du hast kein Loch in der Shell.

 

ps:

Eines der Dinge die ich nach dem zerlegen der GB bei meinen AKs nie wieder mit einbaue, ist diese "Kappe" die hinter dem Abzug sitzt. Damit ist meine AK am Abzug offen. Und ich spiele mit den AKs störungsfrei seit Jahren auch in Mahlwinkel.

 

Nachtrag:
Habs gefunden. BIlder einer AEP, gespielt in den Sandgräben am Tower...


Klick-Bild

Drück den Piston durchs Nozzle mitm Impus oder Schraubenzieher einfach nach hinten. Kann danach aber jammen wenn du ne normale Switch unit hast.

Oder lass es, Federn nutzen sich nicht durch Spannung ab. Also laut dem Kalashnikov Youtube Kanal.

Es geht dabei ja nicht nur um die Feder, auch die Gears werde dauerhaft unter Last gelagert etc.
Ich sag mal zwei Monate, ne halb Pre-cocked SAEG im Schrank:
Werden die Gears davon brechen? Vermutlich nicht. Wird die Feder an Spannung verlieren. Nicht merkbar.

Es ist also eher eine theoretische Sache, ich achte aber bei allen SAEGs darauf.

In allen Jahren wo das Thema aufgenommen ist, wurden inhaltlich nur 2 Sachen zu gesagt.

-Ich achte aufs Entspannen

-Mir egal, nach x Jahren noch keine Probleme mit.

Hab noch nie gelesen, das es zu Schäden oä gekommen ist.

korrekt. Und Schäden nachweisen kann ich auch nicht. Ich mach es aus einer gewissen Technik Logik heraus. Ob man deshalb seinen Griff ritzen will sollte jeder selbst wissen.

Die Idee mit der Madenschraube finde ich aber super, wobei ich grundsätzlich jedes Precocking abschalte. Das ist das schöne an der Aster. Über den Trigger ingame einschalten und nach dem Game ausschalten.

Das Loch in der Shell ist schon vorhanden und das eingebaute Mosfet, dass für's pre-cocking sorgt ist ein X-ASR von GATE.

Die Madenschraubenlösung klingt elegant, wobei ich zugeben muss, dass ich mir nicht vorstellen kann, wie das konkret aussieht.

Aber ich glaub ich mach mich erstmal nicht verrückt deswegen. Wenn hier 1-2 Leute sagen, dass das so passt dann lass ich es lieber so wie's ist. 

Also vielen Dank für's zügige Antworten und den guten Input!

Madenschraube ist im Plaste vom Griff, wenn du entspannen willst, drehst du sie in die GB, so das sie den ARL hoch drückt.

Loch muss dafür auch an der passenden Position sein und die Schraube angespitzt.

(793 Posts)

(nachträglich editiert am 15.09.2021 um 12:36 Uhr)

"Oder lass es, Federn nutzen sich nicht durch Spannung ab. Also laut dem Kalashnikov Youtube Kanal."

Federn als Energiespeicher im gespannten Zustand zu lagern ist auch bei hochwertigen Federn schädlich.
Würden sich Federn durch gespannte Lagerung nicht langfristig schädigen, würden unsere Magazinfedern nie ausnudeln. Das ganze mag im echten Leben bei ordentlichen Anwendungen stimmen, aber im Airsoft, mit unseren Chinesiumfedern nicht.
Lastspiele (Spannen-Entspannen) bleiben auf die Dauer aber der Verschleißfaktor No.1!

Die Federn verlieren merklich an Spannkraft. Siehe SHS Federn oder Synthesis Federn. Die haben nach 2-3 Monaten Lagerung im gespannten Zustand deutlichen Verlust.

Schlecht gehärtetes Material, miserable WIndungen. Die Federn werden sogar messbar kürzer. ;-)

Ein System nach einem Spieltag zu entspannen ist sehr sinnvoll, wenn man die Feder schonen will. Das Gears etc. dadurch beschädigt werden könnten ist nicht korrekt.
Wobei.... Billigste Flanschlager könnten sich evtl. verziehen, die Kugeln sich stauchen :-D

Wenn ich mir Cyma Standard 18:1 Gears anschaue bin ich mir nicht so sicher, ob die Last einer halb aufgezogengen M120 auf dauer nicht doch am Material nagt.


(nachträglich editiert am 15.09.2021 um 14:12 Uhr)

Magazinfedern sind leider wirklich eine andere "Leistungsklasse". Die sollen ja auch noch leicht sein, nicht intern scheuern bzw. nur geringen Reibungswiderstand gegenüber dem Gehäuse haben, möglichst weit komprimierbar ohne viel Kraftaufwand, die Dinger sind wirklich "eine Klasse für sich". Also BBs raus nach jedem Spiel.

Ich habe es in meinem anderen Hobby mit Federn von 1742 zu tun, verbaut in einer Pfeifenorgel. Die Dinge halten Ventile zu, drücken die Pedaltasten hoch, ..., es gibt da eine dreistellige Anzahl. Viele davon sind noch original, oder zumindest von vor 1936, da war die letzte Generalrevision. Die Dinger brechen eher an Verbindungspunkten, weil dort Abnutzung durch Reibung entstehen kann. Aber nachlassende Kraft konnte ich bei den Dingern nicht beobachten, bzw. anhand von Nebengeräuschen und Undichtigkeiten hören.

Die Gearbox-Federn sind sowieso schon vorgespannt in der Gearbox verbaut. Beim Precocking muss man sicherlich unterscheiden, ob die Dinger auf dem letzten Pistonzahn ruhen oder doch noch weiter vorne im Zyklus stehen. Wenn die Energie der Waffe nachläßt im Laufe des Jahre, dann muss die GB sowieso auseinander, Dichtringe am Piston, Zylinderhead und Nozzle usw. wollen dann eh ausgetauscht werden. Dann kann man die Feder gleich mitmachen.

Edit und Nachtrag: das X-ASR ist ein normales MOSFet, dass hinsichtlich des Precocking keinerlei Einstellmöglichkeiten bietet. Von daher, wenn weiter nichts an der Waffe gemacht worden ist, wird die Feder nur ganz normal im Zuge des Nachlaufs von Motor und Gears etwas vorgespannt. Dann bleibe ich mal bei der Idee mit "Mach den letzten Schuss mit einem Gammelakku".

(793 Posts)

(nachträglich editiert am 15.09.2021 um 14:22 Uhr)

"Wenn ich mir Cyma Standard 18:1 Gears anschaue"

Das sind wahrscheinlich die stabilsten Gears die du für unter 65€ kriegen kannst. Überdimensioniert, schwer und weich laughing.... Wie bei den meisten billig Gears sollen die ja von Haus aus ne 130er Feder aushalten, damit Cyma/JG und co an all den anderen wichtigen Ecken sparen können... Scheiß Abdichtung, schreckliches Shimming - 130er rein und noch 1.4-1,7J rausholen -

Profit!

Valken übertreibt das ganze mit 22,7:1 Gears. Unterste Schublade! Da kann man dann auch noch am Motor richtig sparen!
~23:1 Gears und 1.3J. Abgedichtet hat die Seuche dann runde 1,8J mit 0,2g BBs. Viel hilft Viel.

In dem Sinne: für nen Budgetbuild greift der schlaue Opa gerne zu XYT Gears. die taugen bis 140er Feder auf Dauer, kosten nichts, sind recht laufruhig und lassen sich relativ gut shimmen. Würde die auf jedenfall allen SHS/PHX/SYTHESIS/MOdify und co. 18:1 vorziehen :-D

 

@Feldgeistlicher Vader:

Naja: Macht halt nen Unterschied, ob da mit Meisterlichen Anspruch, Können und Stolz an die Produktion ran gegangen wurde, oder ob in China bei Jing-Peng in Wuhan, der kleine Chung-Bao nen Draht, aus Brühwurstfolie zaubert und uns das ganze dann verkauft...
Bei Modify und Guarder Federn kann man wenigstens auf die Angaben der Stärke vertrauen. Das Material ist gut, das Härten läuft da wohl ordentlich ab, die QC stimmt. Beim Rest ist ne 120er auch meistens ne M125= 130er.

Und Tjorben freut sich, dass er der Tuning-Gott ist: Holt aus ner 120er dann 2.1J raus und prollt mit seinen Skills rum... cool

 

Alles in Allem:
Federn nach nem Spiel zu entspannen kann nicht verkehrt sein. Würde aber auch nicht an der Knifte rumbohren wollen. Entspann einfach wie immer oder aber Greif zu einer o.g. elektronischen Lösung.


ICS hatte damals die wundervolle Möglichkeit über den Forward ASsist den ARL zu ziehen. Gute alte Zeit...

und damit hatte der ICS Foward Assist mehr Funktion als bei einer RS M4 :D

Seite: 1 2



Anzeige