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(nachträglich editiert am 14.06.2020 um 14:13 Uhr)

Hallo zusammen,

gestern war ich mit ein paar Freunden am Flughafen Weeze in den ehemaligen britischen Kasernen. Der Veranstalter Airsoftevents e.V. organisierte dort bereits viele Events auf dem Gelände "the Base" und "5 Blocks". Ich war bis dato nur bei 5 Blocks, das hat mir aber gut gefallen, daher war ich gespannt auf das neuere Gelände "Next Level".

 

Disclaimer:

Es war keinem Spieler und auch der Orga nicht gestattet aus unbekannten Gründen Fotos vom Gelände oder den Spieler zu machen. Daher kann ich hier keine Gelände oder Spielbetriebfotos einbauen. Aber ich verweise für einen Eindruck vom Gelände gerne auf das Vorstellungs-Video von Airsoftevents e.V.

 

https://www.youtube.com/watch?v=0bWfGiCoBR0

 

Ich entschuldige mich auch nochmal bei der Orga dafür dass ich diese Regel halb unwissentlich vor Spielbeginn gebrochen habe. Kommt nicht wieder vor. Ich wurde darauf hingewiesen, die Fotos von meinem Handy gelöscht und die Situation freundlich erklärt.

 

Ticketkauf/Reservierung:

Die Tickets werden online gekauft mit einer Anzahlung von 10€ und einer weiteren vor Ort Zahlung. Diese kann bar oder mit EC-Kartenzahlung bezahlt werden. Pluspunkt für Kartenzahlung gibt es von mir, auf abgelegenden Geländen ist das ein selten gesehener Luxus.

 

Anfahrt:

Der Flughafen Weeze ist nicht besonders schwierig zu finden. Allerdings war es ein wenig verwirrend zum Gelände selbst zu kommen, da der Navi mich ein wenig in die Irre geführt hat. Man fährt zwischen Trainingsgeländen und dem Royal Airforce Museum hin und her. Hier wünsche ich mir eine Anfahrtsbeschreibung in der Reservierungsmail oder auf der Website. Oder Ausschilderungs des Geländes im Komplex. Parken durften wir vor dem Gelände im abgezäuntem Bereich. Dort konnten wir uns dann in Schale schmeißen. Die Orga hat auf Abstand zwischen den Autos und deren Insassen geachtet.

 

Anmeldung:

Vom Parkplatz aus wurde man in den Autogruppen zur Anmeldung gebeten, um unnötigen Menschenauflauf zu vermeiden und die Sicherheit aller Anwesenden zu gewähren. Die Anmeldung war schnell und unkompliziert, man zeigte sein Ticket, Perso und bezahlte die vor Ort Zahlung. Dannach durfte man sich sein Team (rot oder gelb) aussuchen, damit man in Freundesgruppen auch zusammen bleibt.

 

Chrono und Pregame:

Erst auf dem Gelände durfte man seine ASGs auspacken und einschießen. Es gab zwei Chronos, die Orga hat schnelle und unkomplizierte Tests durchgeführt. Dort gab es kaum Warteschlangen. Auch hier wurde auf Abstand geachtet. Vor Spielbeginn brachten wir alle unseren Taschen und Rücksacke in unseren Spawn, um schnellen Zugriff darauf zu haben. Jedes Team wurde seperat Gebrieft. Es wurden allgemeine No-Goes beschrieben die zum Spielverweis führen wie absichtlich über den Geländezaun schießen, auffälliges und absichtliches Highlandern oder beklettern von Dächern oder Ähnliches. Auch Bewegung von Deckung oder das Öffnen oder Schließen von Fenstern und Türen ist unerwünscht. In Team Gelb waren ca. 30 Personen soweit ich das schätzen könnte, dementsprechend waren es ca. 60 Personen an dem Spieltag. Waren vielleicht auch mehr oder weniger, ich habe nicht nach der genauen Anzahl gefragt.

Der Spieltag:

Zum Warmmachen wurde das klassische Team Deathmatch gespielt. Für Erstspieler des Geländes wie ich es einer war eine tolle Chance das Gelände kennen zulernen. Allerdings hat Team Rot uns echt nicht weit aus dem Spawn gelassen wodurch ich das Erkunden des Geländes nicht geschafft habe. Aber das was ich gesehen habe hat mir gefallen.

Die erste Mission war Bombe angreifen. Team Rot verteidigte die Bombe die Richtung ihrem Spawn versteckt war. Beide Teams kannten allerdings nicht die genaue Position wodurch man diese erst finden musste. Die Bombe musste von mindestens zwei Spielern getragen werden und beim Hit einer der Träger wird sie abgesetzt. Der Verteidiger darf die Bombe nicht bewegen.

Nachdem Team Gelb nach langen hin und her erobert hat mussten wir selber die Bombe verteidigen. Team Rot konnte leider nicht schaffen diese zu erobern, der Spot war aber auch sehr gut zu verteidigen meiner Meinung nach.

Dannach war glaube ich ein Capture Money Modus, da konnte ich aber kaum mitspielen weil ein Teamkollege neben mir einen unschönen Steckschuss ins Ohr auf kürzeste Distanz abbekommen hat. Sah net nice aus und irgendwie hat das keiner unserer Mates mitbekommen also habe ich ihn zur Orga begleitet. Ingo von Airsoftevents hat den Spieler meiner Meinung nach sehr gut und hygenisch versorgt und eine gute Lösung für den Verband gefunden  sowie Kopfschmerztabletten mitgegeben. Ein Lob dafür auch von meiner Seite. Der Spielbetrieb musste nicht eingestellt werden da genug Orga vor Ort war.

Der Modus dannach war ein Juggernaut ähnlicher Modus, allerdings hab ich ein wenig rumgeblödelt mit Kollegen während des Briefings und die Regeln nicht verstanden. War aber meine Schuld. Der Juggernaut selber sah mega fresh aus und hatte eine Selfmade Rüstung im futuritischem Look. Auch hier konnte ich kaum mitspielen, aber das lag daran, dass ich durch zu schnelles Triggern meiner noch Stock VFC mir den ersten Gear Jam des Tages geholt hab.

Die Orga hatte aber einen Techniker am Start der super schnell das Problem behoben hat. Dazu gab es ein paar nette Tipps zum Vermeiden von Jams, allerdings hab ich diese ungewollt und aus Gewohnheit missachtet weshalb ich kurz dannach in einem Solo Guerilla Backline fight meinen zweiten Jam hatte und wieder zur Orga gelatscht bin. Auch dies war wieder mein Verschulden aber der Techniker hat wieder das Problem schnell und gut gelöst. Danke dafür!

Der Modus dannach war Capture the Flag. Jeweils 4 gelbe Flaggen und 4 Rote flaggen wurden auf dem Gelände verteilt. Die Teams mussten diese Erobern und in den eigenen Spawn bringen. Ich glaube am Ende wurde eine gelbe Flagge von Team gelb erobert. Dennoch hat mir der Modus viel Spaß gemacht, die Flaggen waren gut verteilt aber vielleicht ein wenig zu Hart zu erobern. Dazu komme ich aber nocheinmal später.

Dannach sind recht viele Spieler von Team Rot und ein paar von Team Gelb gegangen. Es war aber auch schon Nachmittag und viele waren erschöpft da sie bei 26 Grad rumgerannt sind. Dannach wurde improvisiert und wir haben mit den wenigen verbleibenden Spielern Infected gezockt. Hat gut Laune gemacht und wir konnten die letzte halbe Stunde gut überbrücken. Nach Ende der offiziellen Spielzeit erlaubte die Orga auch noch zwei Runden Flaschendrehen ohne Küssen aber mit Schießen. Da konnte man noch die restliche Energie verbrennen und es war ein spaßiges Ende des Spieltages.

 

Das Gelände:

Das Gelände an sich war kleiner als ich es mir vorgestellt habe, dennoch groß genug für die Spieleranzahl. Es ist sehr CQB lastig, da der Großteil des Spieles im Gebäude stattfinden. Auf dem zentralen Hof war sehr wenig Deckung, deswegen waren da kaum Spieler und wenn da jemand drüber lief war er sehr schnell Hit. Da mein erster Minus Punkt: Wenig bis keine Deckung auf dem zentralen Hof weswegen Pushen von diesen Punkten sehr schwierig bis unmöglich war. Vielleicht kann man dort noch etwas mehr mobile Deckung platzieren.

Ein weiter kleiner Minuspunkt sind die Dunklen Räume wie das Silo oder ein großer Raum im Haupthangar gewesen. Dort konnte man eigentlich kaum was sehen, viele Personen (ich eingeschlossen) hatten aufgrund der Sonne getönte Brillengläser und es war dann einfach tiefschwarz in diesen gennanten Orten. Ich habe mich einfach dann rumgetastet und bestimmt dabei einige Teammates unsittlich angefasst. Vielleicht kann man vor Spielbeginn da ein paar Knicklichter reinwerfen, die halten mehr als 8 Stunden, sehen mega nice aus, geben ein wenig Licht und ein nettes und einzigartiges Feeling. Außerdem ist das ganze super Operator und manche Leute stehen ja auf sowas.

 

Sonstiges:

Die Orga hat gegen Mittag Eis und kalte Getränke in der Hitze verteilt, eine sehr nette Geste. Danke dafür!

Darüber hinaus gab es von der Orga Highlander Tests, fast jeder Spieler hat mal einen enspannten Schuss auf den Hintern bekommen um zu gucken ob er Highlandert. Nette Idee und konsequent durchgezogen.

Danke auch an meinen Namenlosen Gegner der sich auf eine faire Runde Schere Stein Papier gegen mich eingelassen hat unter unbewaffneten und diplomatischen Bedingungen. Der Sieger (ich, ez 3-1 clap) durfte den Raum einnehmen nach 10 Minuten gegen die Wand schießen.

Ich kann nur für Team Gelb sprechen aber dort war die Motivation eigentlich recht hoch, bei Rot sind viele Spieler früh gegangen, ich weiß nicht warum.

Ich bedanke mich bei der Orga von Airsoftevents für den netten Spieltag zur Corona Zeit, den man fast ohne Einschränkungen genießen konnte. Meine Kritik ist minimal und bezieht sich auch nur auf das Gelände, nicht auf die Orga oder den Ablauf. Ich bedanke mich auch bei den Leuten die bis zum Ende da waren und noch die Minispiele mitgezockt haben. War sehr nett mit euch.

Bis zum nächsten Mal,

 

Düsi

 




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