UF PRO Striker Stealth Smock Adventsverlosung
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(nachträglich editiert am 05.12.2019 um 01:08 Uhr)

1. Fragen zum Anfang
2. Geschichte
3. Nun aber zum UF PRO Striker Smock.
4. erster Eindruck
5. Verarbeitung
6. Schnitt
7. Gewebe/ Material
8. Innerer Aufbau
9. Frontverschluss
10. Taschen
11. Die Wilderertasche
12. Die Brusttaschen.
13. Mollebesatz
14. extra Tasche klein
15. extra Tasche groß
16. Die Ärmeltaschen
17. Die Ellenbogen
18. die Unterarmtaschen
19. Sonstiges
20. das Geheimnis der drei Knöpfe
21. benutzen und Einsatz
22. Abschlussgedanken

 

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Der UF PRO Striker Stealth Smock in Brown Grey

1. Fragen zum Anfang

Zunächst einmal steht die Fragen im Raum: “Was ist ein Smock? Wozu braucht man einen 460 Euro teuren Smock überhaupt beim Airsoft und im Allgemeinen?”

Ob man einen so teuren braucht? Was bedeutet “brauchen” schon? Er ist bequem, praktisch und selten.

Zum was ist ein Smock?

2. Die Geschichte

Ich fasse mich hier mal ausnahmsweise kurz.

Eigentlich war ein Smock einfach ein Überwurf oder Schürze, welche die Kleidung vor Schmutz und Schäden schützen sollte.

Dieses Kleidungsstück hat sich weiterentwickelt. Im 2.WK wurde daraus denn der deutsche Knochensack. Aber auch bei anderen Nationen erfreute sich das Teil großer Beliebtheit.

Nach dem Krieg wurden Smocks gern auch mal für (wie man heute sagen würde) Outdoor Aktivitäten “zivil” genutzt, fand sich aber auch in der einen oder anderen Armee wieder.

Grund waren die vielen Taschen und die Möglichkeit Ausrüstung und Kram einfach unterzubringen und bequem zu tragen.

Ein Smock zeichnet sich heutzutage durch riesige Taschen aus, die sich überall an dieser Jacke finden.

Angeblich wird er gern, im Militärischen, durch Einsatzkräfte genutzt.

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3. Nun aber zum UF PRO Striker Smock

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4. erster Eindruck

Äußerlich optisch auffälligstes Merkmal sind die 4 Mollereihen statt der üblichen Hüfttaschen.
Schaut man den Smock etwas genauer an und schaut ins Innenleben fallen hier die Extras auf.

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5. Verarbeitung

Gern würde ich hier schreiben, das ein so teurer Artikel fehlerfrei und zauberhaft ist. Leider waren an meinem Exemplar deutliche Macken. An einer Stelle musste ich eine Naht nacharbeiten und in der Wilderertasche war eine der Verstellschnüre mit angenäht. Beides wäre mit einer Endkontrolle die den Namen verdient auch aufgefallen.
Das soll aber nicht heißen, das der Smock an allen Ecken und Enden zerfällt. Diese beiden Sachen waren alle Probleme bis heute.

6. Schnitt

Smocks kauft man eine Nummer größer. UF Pro schneidert, nun sagen wir einen sportlichen Schnitt. Ich trage bequem 2XL also hab ich den Smock auch so geordert, besser wäre vielleicht 3XL gewesen aber den gabs nicht. Nun, er sitzt wie eine große XL. Würde ich wirklich 2XL brauchen, wäre er arg klein.

7. Gewebe/ Material

Das Gewebe ist ein NYCO-Gemisch (Baumwoll Polyamid Mix) im Ribstop. Also wenn sich mal ein Riss einstellt, wird der sich hoffentlich nicht weiter aufreißen.
Im Vergleich zum MilTec Smock, kann man hier nicht durch das Gewebe schauen.

8. Innerer Aufbau

Der UF PRO Striker besitzt einen Hüftgürtel mit Polstern (air/pac® Einschübe), der die Last der Hüfttaschen von den Schultern nimmt und so den Tragekomfort im Vergleich zu üblichen Smocks deutlich steigert, da diese ja fast immer einfach nur einen Bindfaden nutzen um zu taillieren.

Schultern, auch hier finden sich die Last verteilende Polster. Diese Polster sind als ein weiches dickes luftiges Gewebepolster von über 2 cm Stärke ausgelegt.

Unter den Armen finden sich Lüftungslöcher, die mit einem 2-Wege-Reißverschluss geschlossen werden können. Hier wurde zwar ein Schutzgewebe vernäht, jedoch kein durchgehender Invektorenschutz.

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Auch nach über einem Jahr der Nutzung ist das Zeug noch polsterich… flauschig ist einfach der falsche Ausdruck.

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9. Frontverschluss

Als Frontreißverschluss sowie fast alle anderen sind zwei-Wege-Zipper von YKK. Die unteren Zentimeter des Frontreißverschluss sind nicht mit der Jacke verbunden, dies ermöglicht es die Jacke auch leicht zu schließen, wenn der Smock mal sperrig beladen ist. Zusätzlich hält es die Jacke im Schritt beweglich
Sämtliche Buttonslots sind nicht aus Plastik, sondern aus einem Hartgummi gefertigt. Somit klappert nichts, wenn man mal an der Ausrüstung Kontakt hat.

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Der Brustbereich ist so gestaltet, das man einen Plattenträger oder Chestrig bequem ohne Druckstellen tragen kann.

10. Taschen

Der Smock besitzt ab Werk eine Wilderer-Tasche, zwei Brusttaschen sowie zwei Ober- und zwei Unterarmtaschen.
Was? Keine Hüfttaschen? Nein, diese sind durch Mollestreifen ersetzt worden, können aber als Extra, in 2 Versionen nachgekauft werden. Gleich mehr dazu.

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Beginn ich mal mit der größten Tasche.

11. Die Wilderertasche

Googel sagt, der Name leitet sich wohl daher ab, das Wilderer eine Tasche am Hintern hatten in die Polsterung für den heimlichen Ansitz verstaut werden konnte.
Diese Tasche besitzt einen mit Reißverschluss gesicherten Durchgriff. Hier könnten natürlich Polster zum hinsetzen eingesetzt oder die Handschuhe fix verstaut werden.

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Die Tasche selbst ist ein großes Staufach in das man bequem eine 3 Euro KiK Flecke-Decke reinstopfen kann und noch immer Platz für ein großes Palituch hat.
Die Tasche kann mit einem Reißverschluss unterteilt werden. Somit bekommt man 2 Staufächer in die je ein Tetrapack Milch problemlos passen würde.
Persönlich lagere ich hier eine dünne Decke oder lasse das Fach leer. Einfach weil man einen Entenarsch bekommt. ^^
Verschlossen wird die Tasche durch 3 große Button Slots. Die 3 darunter werden später erklärt.
Am Boden ist eine Ablauföse angebracht, so wie alle aus Metall/ Blech, sowie Verstellbänder die nach innen laufen. Somit kann man die Tasche im gewissen Rahmen verstellen und enger machen.

12. Die Brusttaschen

Es handelt sich hierbei um große rechteckige Taschen. Beide Taschen sind nur über die Mitte zu öffnen.
Die Tasche auf der rechten Seite besitzt 2 Unterteilungen die unten offen sind. Hier kann man z. B. 2 AK oder M4 Magazine sicher verstauen und hat noch Platz für Schreibzeug.

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Die linke Seite hat kleinere Unterteilungen. Größer als ein Stiftfach, eher in Richtung Taschenmesser. Auch hier ist wieder eine Ablauföse angebracht.

13. Mollebesatz

Die Rockschöße sind mit 4 Reihen Molle bestückt. Hier kann man jede übliche Molletasche anbringen. Egal ob jetzt Magazin- oder Kastentasche. Oder man nutzt einfach die UF Pro Taschen.

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Je nach Konfektionsgröße unterscheidet sich hier die Anzahl der Schlaufen. 2XL besitzt 2 Schlaufen mehr als M.
UF
Pro bietet für den Smock 2 verschiedene Taschen zur Wahl. Eine kleine und eine große Tasche.

14. extra Tasche klein

Die kleine Tasche besetzt 3 Molleschlaufen und besitzt einen Klippverschluss. Der obere Rand ist mit einer Kordel zum zuziehen oder verengen versehen. Der Taschendeckel selbst besitzt einen offenen Einschub mit Druckknopf. Ich habe da je Tasche immer ein wasserdichtes Pack Klopapier verstaut in der anderen einen Verband. Ein D-Ring ist im Inneren angebracht.

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15. extra Tasche groß

Die große Tasche nimmt 4 Molleschlaufen ein und wird durch 2 Button Slots verschlossen. Sie kann ebenfalls verengt werden. Statt zwei Knopflöchern, wird der Kordelzug als Schließer genutzt. Somit sind diese Taschen auch mit extrem groben Handschuhen gut zu bedienen und trotzdem sicher geschlossen. Als Besonderheit können die Taschen mit einem Reißverschluss unterteilt werden.
Im inneren sind 2 flexible Schlaufen vernäht um Ausrüstung zu fixieren. Auch hier ist wieder ein D Ring verbaut.
Als Vorteil gegen herausfallende Sachen aber auch ein Nachteil wenn man große Dinge verstauen will, wurde der Zugang selbst vernäht.

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16. Die Ärmeltaschen

Fang ich oben an.
Außen eine Flauschfläche. Ein Reißverschluss der sehr leichtgängig ist aber zur Sicherheit einen Schnipsel als Hilfsmittel besitzt. Hier könnte man mit dem Mund festhalten und mehr Kraft aufbringen.

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Im Inneren ist auch wieder ein Fach mit Klett verbaut, um die Tasche zu unterteilen. Sollte man hier Papiere einschieben, sollten die Wasserdicht verpackt sein. Bei mir ist das Fach gern nach dem Wandern/ spielen nass.

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Auf einer Seite habe ich einen Notizblock auf der anderen Seite habe ich ein kleines BW-Erste-Hilfe-Päckchen drin.
Ansonsten ist es eine recht große Balgtasche. Problemlos können hier 2 M4 Magazine verstaut werden.
Die obligatorische Ablauföse ist auch hier an beiden Taschen zu finden.

17. Die Ellenbogen.

Sie sind mit Polstertaschen ausgestattet und aus 500d Cordura.

18. die Unterarmtaschen

Am Unterarm findet sich eine weitere Tasche auf der drei Mollebänder mit 2 Schlaufen angebracht sind. Die Abstände sind nicht im klassischen Molle. Hier kommt wohl eine besondere GPS UF Pro Tasche darauf. Ich habe eine Positions-Lampe angebracht.

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Öffnet man den Reißverschluss, findet man eine Tasche mit Stifthalter und Stabilisierung Streifen für die Oberseite. 2 M4 Magazine würden auch hier passen, jedoch sollte die Tasche leicht bleiben da es sonst baumelt.
Ich habe einen Stift, eine Trillerpfeife ein Feuerzeug mit Klebeband (siehe mein EDC vom letzten mal) darin. Auf der anderen Seite einige Meter Paracord und kleines Werkzeug.

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Der Ärmelabschluss wird mit Klett angepasst und besitzt eine Öse, in die man seine Handschuhsicherung einhängen kann.

19. Sonstiges:

Natürlich hat der Smock auch eine Kapuze. Diese weist zur Versteifung einen Draht auf, den man dazu nutzen kann die Kapuze an die getragene Kopfbedeckung anzupassen.

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Hier kommt auch wieder ein nettes Detail. In der Kapuze ist eine Art Mütze aus Riemen verbaut (Hoodguardsystem). Diese Mütze setzt man auf seinen Kopf und klettet die Kapuze einfach daran fest. Somit ist die Kapuze immer fix mit dem Kopf verbunden und rutscht so nicht in den Blick/ Weg, wenn man mal den Kopf dreht.
Ist die Kapuze gefaltet, erzeugt sie einen recht großen aber bequemen Kragen.

20. das Geheimnis der drei Muscheln Knöpfe

Nun zu den 3 Knöpfen unter der Wilderertasche.
Im Schritt hinten findet man ein breites Band, Schrittsteg, mit 3 Button Slots.

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Diesen Schrittsteg knöpft man vorn ein und kann so ein Hochrutschen des Smocks verhindern. Also, wenn man mal rückwärts kriechen oder einen Kopfstand machen muss.

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Beladen für ein LARP Spiel mit Essen, Trinken, Magazinen uvm.

21. benutzen und Einsatz

All diese kleinen und großen Details sorgen dafür, das der Smock sowohl im beladenen als auch im leeren Zustand sehr angenehm zu tragen ist.
UF Pro gibt ein Maximalgewicht von 16 kg für den Smock an. Übliche Smocks sind schon mit einer Zuladung von knapp 10 kg unangenehm bei längeren Touren zu tragen.
Mein Eigener hatte mal für eine 10 km Test-Tour ein Gewicht von 12 kg. Essen, Trinken, eine Decke zum Übernachten und reichlich nutzlosen Plunder. Auf dem Rücken hatte ich nur einen einfachen Trinkrucksack.
Im Gegensatz zum klassischen Rucksack, fühlte ich mich leichter, beweglicher und weniger eingeschränkt. Aber eben immer mit dem Nachteil, das man keinen Rucksack abnehmen und leicht weitergeben oder verstecken kann.

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Zum Spielen nutze ich den Smock entweder in Verbindung mit einem Miniplattenträger und versuche den Smock möglichst leer zu lassen oder fürs LARP wird er gepackt und benutzt. Wobei ich mich von Kunstblut möglichst fern halte :)

22. Abschlussgedanken

Der UF PRO Striker zeichnet sich durch seinen außergewöhnlichen Schnitt und die Mollereihen statt der üblichen Hüfttaschen aus. Er besitzt ebenso viele kleine wie toll Innovationen, die bei anderen Smocks fehlen.

Die Molletaschen sind leider nicht Bestandteil des Smocks und müssen für ca 40 Euro je Tasche extra gekauft werden.
Neupreis mit Taschen waren bei mir 460 Euro. Inzwischen bekommt man das Stück im Ausverkauf ab 260 Euro. Dazu kommen dann aber noch die Taschen.

Die Farbpalette umfasst Brown Grey Ral 7013, Multicam, 5 FT und green Zone.

Der UF PRO Striker ist nicht wasserdicht/ abweisend. Das Gewebe saugt sich bei Regen voll und benötigt seine Zeit zum Trocknen. Hier sollte man also entweder mit Imprägnierspray nachbessern oder ein Regenschutz einplanen. Das Gleiche gilt aber auch für Schweiß. Es ist für mich fraglich, ob wirkliche Sonderverbände so ein Ding nutzen.

Anmerkung:
alle Bilder sind Links zum Vergrößern.

 




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