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(nachträglich editiert am 20.10.2019 um 11:20 Uhr)

Review der SRC SR5 KA4 bzw. MP5k

Inhaltsverzeichnis

1. Warum dieses Modell?   

2. Unboxing 

3. Technische Daten    

4. Haptik, Handling und Verarbeitung    

5. Bedienelemente und Visierung  

6. Magazine und Akkufach

7. Internals    

8. Kompatibilität und Verbesserungen    

9. Fazit

 

1. Warum dieses Modell?

Weil ich eine AEG MP5k wollte und das Modell von SRC die einzige mit Stahlbody ist.

 

2. Unboxing

Die SRC MP5k kostet 310 € und kann bei Shop Gun gekauft werden. Die Kaufabwicklung lief rasend schnell und unkompliziert ab, habe die Waffe ca. 24 h nach der Bestellung erhalten. Hier ein großes Lob an das Shop Gun Team, das kenne ich sonst eigentlich nur von Begadi.

Die Verpackung hat was von Jahrmarktknifte. Eine Styroporform mit einem Deckel aus Wellpappe. Nicht wirklich schön, aber absolut zweckdienlich. In der Verpackung enthalten sind Waffe, Highcap Magazin, das übliche Päckchen BBs, die Bedienungsanleitung und das Chrono Protokoll, das der Waffe eine Mündungsenergie von 0,97 bis 1,01 J mit 0,2 g BBs bescheinigte. Zusätzlich legte Shop Gun noch einen Patch bei.
Das 2. Magazin, das hier auf dem Bild zu sehen ist, ist ein G&P Midcap, das ich extra dazubestellt habe.

Sehr gut gefallen hat mir die englische Bedienungsanleitung, da hat SRC sich viel Mühe gegeben und alle wichtigen sowie einen Haufen weiterer nützlicher Infos untergebracht (vom obligatorischen 'Tipp', Silikonspray ins Hop Up zu sprühen, mal abgesehen:). Die Sicherheitsinformationen werden dabei über einen kleinen Manga Comic vermittelt, was ich echt witzig finde.

Nimmt man schließlich die Waffe aus der Verpackung, fällt einem sofort das hohe Gewicht auf.

 

3. Technische Daten

Hersteller:                          Star Rainbow Company (SRC)

System:                             S-AEG

Kaliber:                              6 mm BB

Gewicht m. Magazin:           ~ 2000 g

Länge:                               34 cm

Innenlauflänge:                   140 mm

Hop-Up:                              Custom, angelehnt an AK Style / Schieberegler

Gearbox:                            Modifizierte V2 (keine V3, wie Shop Gun angibt)

Energie m. 0,20 g:               0,97 - 1,01 J

Energie m. 0,25 g (selbst):   0,98 - 1,00 J

Energie (Shopangabe):        1,1 J

 

4. Haptik, Handling und Verarbeitung


Wie gesagt, der Ersteindruck ist SCHWER. Der verwendete Stahl macht die Waffe ähnlich schwer, wie das Original. Der Kunststoff ist faserverstärkt, hart aber dennoch flexibel und besitzt eine herrliche Struktur. Nicht ganz auf dem Niveau einer Krytac KRISS Vector, aber haptisch echt 1A.

Hier eine kurze Zusammenstellung der Bauteile und ihrer Materialien:

Stahl: Upper Receiver, Durchladehebeleinheit, mittlere und hintere Slingaufnahme, Korninlay, Trommelkimme, Bodypins

Aluminium: Vorderteil/Kimmenteil, vordere Slingaufnahme, Außenlaufeinheit,  Magazinfanghebel, Teile zwischen Trommelkimme und Body, hintere Abdeckung, Motorplatte, Abzug

Faserverstärkter Kunststoff (Polyamid lt. Reaper): Frontgriff, Griffteil am Durchladehebel, Feuerwahlhebel, Lower Receiver

Nimmt man die Waffe in den Anschlag fällt auf, dass der Vordergriff ein leichtes Spiel aufweist (< 1mm). Das ist recht nervig und hätte auch problemlos umgangen werden können, wäre der Vorderschaft nach hinten raus um ca. 0,5 mm länger. Dann würde er vom Pin unter Spannung gehalten und an den Upper gepresst. Darüber hinaus ist die Verarbeitung des Vorderschafts tadellos, lediglich eine kleine Spritzgussnaht ist erkennbar, stört aber nicht im Geringsten.

Der Upper Receiver weist eine matte, vergleichsweise kratzfeste Beschichtung auf. Eine schwarz glänzende Beschichtung wie beim Original hätte mir hier besser gefallen. An der Unterseite weist der Upper stellenweise einen minimalen Versatz zwischen den beiden Hälften auf. Das könnte SRC vllt. besser machen, auch wenn es nicht wirklich stört. Die Schweißnähte wirken stellenweise etwas übertrieben groß. Etwas mehr Mühe hätte SRC sich beim Hülsenauswurf geben können. Der hat zwar keinerlei Funktion, man sieht ihm das aber leider direkt an, da die Schweißpunkte hier etwas ungeschickt gesetzt wurden.

Der Lower Receiver ist über 2 Pins bombenfest mit dem Upper verbunden. Auch er weist eine kleine Spritzgussnaht auf, die nicht weiter störend ist. Der Griff ist für meine kleinen Hände sehr angenehm. Für größere Hände könnte er zu kurz sein. Steht der Feuerwahlhebel in Vollautoposition, piekst er in den Zeigefinger, was echt nervt. In F-Land brauchen wir die Vollautoposition aber erstmal nicht...

Bleiben wir beim Feuerwahlhebel, der ist haptisch einfach klasse gemacht. Nicht zu leichtgängig und nicht zu schwergängig rastet er mit einem satten Klicken ein.



Nicht ganz so schön hat SRC es bei der Trommelkimme getroffen. Die ist extrem wackelig, sobald man sie minimal nach oben dreht. Hier empfiehlt sich etwas Teflonband um das Gewinde.

Der kleine Fakeladehebel hat nur eine einzige wichtige Funktion: Man kann den HK Slap damit machen. Man sollte in das obere Rohr allerdings etwas Trockenschmiermittel geben, sonst läuft der Ladehebel etwas hackelig.

Ansonsten ist die MP5k wunderbar kompakt und führig. Auch einhändig. Abgesehen von Vorderschaft und Trommelkimme sind alle Bauteile komplett wackel-, verwindungs- und knarzfrei.

Am Außenlauf findet ihr eine Abdeckung, darunter ein normales 14 mm Negativgewinde.

 

5. Bedienelemente und Visierung

Alle Bedienelemente sind beidseitig problemlos erreichbar. Das Magazin kann wahlweise über den Hebel unten oder über einen Knopf auf der rechten Seite gelöst werden. Der Feuerwahlhebel macht ganz hervorragend was er soll, der Abzug ist straff gefedert und schlägt erst nach ca. 20 mm hinten an, wobei sich der Schuss nach geschätzt 12 mm löst. Altbackene Switch eben °__°

Die Kimme ist seitlich und in der Höhe verstellbar. Ohne Schulterstütze ist das Zielen etwas gewöhnungsbedürftig, wobei der straffe Abzug bei jedem Schuss für minimales Wackeln sorgt. Für wirklich nutzbar halte ich dabei nur das größte Loch der Trommel. Oder gleich Spray and Pray Ü

Natürlich kann auch ein Rotpunktvisier mit einer entsprechenden Montage angebracht werden.

 

6. Magazine und Akkufach

Das mitgelieferte Highcap Magazin ist aus Stahlblech und fasst irgendwas um die 260 Schuss. Wie alle Highcaps kann ich es aus Prinzip nicht ausstehen, die Tatsache, dass es etwas hackelig in die Waffe geht, dafür aber umso wackeliger sitzt, verstärkt meine Abneigung weiter. Das Feeding geht jedoch in Ordnung.

Interessanter finde ich da das Midcap Magazin von G&P. Nachdem ich ein klein wenig Trockenschmiermittel im Magazinschacht verteilt habe, lässt es sich sehr gut einführen und sitzt noch dazu wunderbar straff.

Die Kante, in die der Magazinfang greift, muss bei Magazinen anderer Hersteller minimal angepasst werden, sodass sie einen scharfen rechten Winkel aufweist. Shop Gun weisen auf ihrer Website extra darauf hin. Freundlicherweise wurde das bei meinem Magazin bereits vom Shop Gun Team erledigt. Nochmal ein großes Lob an euch!

Habe inzwischen auch die kurzen CYMA Magazine getestet, die sind im Querschnitt minimal größer als die G&P Magazine und gehen nur extrem schwer in und aus der Waffe, selbst nach Bearbeitung. Würde euch daher raten, bei den G&P Mags zu bleiben, die sind klasse.

Um an das Akkufach zu gelangen, muss man die hinteren beiden Pins entfernen und die Abdeckung abnehmen. Dabei sitzt der untere Pin extrem straff und kann nicht ohne Werkzeug entfernt oder eingesetzt werden. Oberhalb der Gearbox hat man dann Platz für längliche Akkus, deren Querschnitt irgendwas um 17 x 17 mm beträgt. Es gilt dann, den Akku mit dem Stecker voran in die Waffe zu schieben, bis man den Stecker vorne nach Abnahme des Vorderschafts (Pin geht problemlos raus) mit dem dort befindlichen T-Stecker verbinden kann.
Es ist grauenvoll fummelig, bei der kompakten Bauform aber leider kaum zu umgehen.

Ich rate euch unbedingt dazu, die Verkabelung nach hinten zu verlegen, das macht alles sehr viel weniger fummelig. Als Akku kann ich euch den Turnigy Stick Type mit 1200 mAh hier empfehlen, den bekommt man recht gut in die Waffe.

Vorausgesetzt man erwischt ihn mal vorrätig. Bei Shoot Club gibt es den auch, da zahlt man dann allerdings einen wahnsinnigen Preisaufschlag.

 

7. Internals

7.1 Demontage

Zur Entnahme der Gearbox muss zunächst der Frontgriff entfernt werden. Dann zieht ihr die beiden Flachstecker auseinander und legt den T-Stecker beiseite. Als nächstes entfernt ihr die verbleibenden 3 Bodypins. Dann zieht ihr das Griffstüch mit der Gearbox nach hinten aus dem Upper Receiver, achtet dabei auf die Kabel. Die ganze Sache gestaltet sich sehr hakelig, kurz vor dem Ende wird der Upper Receiver an einer Schraube an der Gearbox hängenbleiben und zwar der Schraube, die dieses Teil hier hält:

Das Teil wurde von SRC angebracht und soll den Feuerwahlhebel blockieren, dass er sich nicht in Auto-Position stellen lässt. Da aber zusätzlich (von Shop Gun, vermute ich) die Selector Plate ausgeschnitten wurde, erfüllt es keinerlei Funktion mehr, außer die Demontage zu erschweren. Entfernt es am besten sofort. Habt ihr Upper und Lower getrennt, verläuft die restliche Demontage wie bei einer gewöhlichen MP5.

Negativ fiel mir noch auf, dass die Schrauben, die die Motorplatte am Griff halten, direkt in den Kuststoff gedreht werden und nicht in Messinginlays, wie es sich eigentlich gehört. Zieht sie also mit Gefühl fest, damit ihr die Gewinde nicht ruiniert. Passt weiterhin auf, dass ihr die kleine Scheibe zwischen Motor und Einstellschraube nicht verliert

Bei aktuelleren Versionen der Waffe sind Messinginlays im Griffstück vorhanden, zu sehen im aktuellen Review von Reaper. Laut Infos von Shop Gun weichen die gelieferten MP5k Modelle (nur die kleinen, nicht die PDWs) in Teilen von den anderen Modellen ab. Das zeigt sich auch beim Motor.

7.2 Elektronik

Die Elektronik ist so altbacken, wie sie sein könnte. In der Gearbox befindet sich eine stinknormale Switchunit, ein Mosfet gibt es nicht. Shop Gun scheint immerhin die Sicherung entfernt und T-Stecker anstelle der furchtbaren Mini Tamiyas angebracht zu haben.

Positiv überrascht hat mich dann doch das Ansprechverhalten mit einem 7,4 Lipo Akku, das war akzeptabel. Ein 11,1er sollte ohne Mosfet ohnehin nicht verwendet werden. Selbst die paar Probeschüsse mit dem 7,4er hinterließen bereits schwarze Stellen an der Switchunit, es sollte also unbedingt zeitnah ein Mosfet nachgerüstet werden. Platz dafür findet ihr entweder unter dem Vordergriff oder unmittelbar vor der Gearbox, wo die Kabel herausgeführt werden (zumindest für ein JT Micro). Selbstverständlich passen dank V2 Kompatibilität auch sämtliche internen Lösungen wie Titan, Perun, ASCU, usw.

Der Motor besitzt keine Neodymmagneten und wird als High Torgue ausgewiesen. Als Stock Motor geht er i. O., liegt vielleicht irgendwo auf dem Niveau des Lonex A5.

Laut Jojo von Shop Gun sollten alle SRC MP5 Modelle eigentlich mit Neodym Motoren ausgeliefert werden. Eine Überprüfung ergab, dass Neodyms in allen Modellen außer der MP5k (nicht PDW!) vorhanden sind. Auch Reaper hat in seinem Review der SD Version einen Neodym Motor verbaut. Freundlicherweise wird mir Shop Gun einen neuen Motor zukommen lassen, sobald die nächste Lieferung von SRC eintrifft. Das nenne ich Service!

7.3 Gearbox

Wie bereits gesagt, handelt es sich bei der Gearbox um eine modifizierte V2, nicht um eine V3, wie es bei MP5k Modellen üblich ist. Ich vermute (testen kann ich es aber leider nicht) dass auch eine V3 Gearbox, etwa von Cyma oder JG, in die Waffe passen sollte. SRC hat wohl beschlossen, ein einheitliches Design für MP5k und MP5 Modelle zu verwenden.

Mir persönlich gefällt das Design nicht. Im Prinzip wurde der obere Steg der V2 Gearbox durch das Klemmblech der V3 ersetzt. Hinten wurde dann noch ein Ausschnitt für den Bodypin vorgenommen und die dort normalerweise vorhandene Schraube etwas verschoben. Letzen Endes führ das dazu, dass ihr irgendeine V2 Shell habt, die ihr erstmal nicht ersetzen könnt, da normale V2 Shells nicht ohne Bearbeitung in die Waffe passen. Weitehin verfügt diese Shell im vorderen (insbesondere oberen) Bereich über sehr wenig Material, viel weniger, als es bei normalen V2 Shells der Fall ist. Im unteren Bereich sind zwar Radien angedeutet, ich würde der Shell jedoch keinesfalls mehr als eine M110er Feder zumuten. Am besten belasst ihr es bei der Stock Feder, die etwas um M100 haben sollte und recht kurz bemessen ist.

Nachdem ich die mit Unmengen an Schraubensicherung befestigten Schrauben gelöst hatte, stieß ich nach dem Öffnen der Gearbox auf eine weitere, negative Überraschung:

Die letzte Windung der Feder war verbogen, sodass sie den Springguide eingeklemmt und das dort befindliche Kugellager praktisch komplett Funktionsuntüchtig gemacht hat. Reaper hatte ein ähnliches Problem, es scheint sich also um ein generelles Problem in der Fertigung zu handeln. Mit einer Zange kann man die Feder wieder zurechtbiegen.

Der Springguide selbst macht mich wunschlos glücklich: Edelstahlbasis, Aluminiumschaft und Kugellager. Perfekt.

Der Piston ist leider furchtbar. Er besteht aus Kunststoff und besitzt einen Stahlzahn, der erste Zahn wurde jedoch nicht entfernt, weshalb der AOE eine Katastrophe ist:

Es sind auch bereits kleine Abnutzungsspuren am ersten Zahn erkennbar:

Der ventilierte Pistonhead ist aus Aluminium, Kugelgelagert und besitzt 2 O-Ringe. Grundsätzlich ein solides Teil, leider weckt er in Kombination mit dem Alu Cylinderhead in mir die Befürchtung, dass die ohnehin dünne Shell zusätzlicher Belastung ausgesetzt wird.

Der Cylinder besteht aus schwarz beschichtetem Aluminium, der Cylinderhead wurde CNC gefräst und verfügt über 2 O-Ringe, sowie ein Aufprallpad, das bereits deutliche Spuren des Pistonheads aufweist.

Am Nozzleröhrchen fand ich eine kleine und leicht scharfkantige Beschädigung vor, die der Haltbarkeit des O-Rings im Nozzle kaum zuträglich sein dürfte.

Wo wir gerade beim Nozzle sind: Ohne das ist das System Bombendicht und verdichtet auch sofort. Das Nozzle hat jedoch einen so absurd großen Durchmesser, dass es recht locker sitzt und trotz O-Ring praktisch nicht abdichtet. Weiterhin ist es 19,1 mm lang und besteht aus einem flexiblen Kunststoff, dessen Wandstärke so gering ist, dass das Nozzle an einen Plastikstrohhalm erinnert.

Achja, andere Nozzle (getestet habe ich MAXX, SHS und EPeS) passen nicht auf den Cylinderhead, da der Durchmesser des Röhrchens zu groß ist. Ggf. könntet ihr euer Glück noch mit einem Boreup Nozzle versuchen, das Originale würde ich auf alle Fälle tauschen.

Reaper hat ein AK Nozzle eines nicht näher beschriebenen Herstellers eingesetzt, das mit Bearbeitung passt.

Die Gears sind normale gesinterte V2/3/6 Stahlgears. Sie waren bei Lieferung sehr großzügig gefettet eine Shimmung war aber praktisch nicht vorhanden. Jedes Gear hatte mindestens einen halben mm Spiel in Axialrichtung. Dafür liefen sie erstaunlich ruhig.

An allen Gears laufen in geschlossenen 8 mm Kugellagern, was mir sehr gut gefällt.

Die Tappetplate ist eine normale V2 Tappetplate und ausreichend hart und flexibel.

Die gesamte Gearbox wirkt auf mich wie ein Paradebeispiel für gut gemeint aber schlecht gemacht. Es finden sich durchaus hochwertige Teile darin, deren Vorzüge jedoch durch andere Teile schlechter Qualität sowie Verarbeitungsmängel zunichte gemacht werden. Dort wird SRC auf alle Fälle nachbessern müssen, da die Gearbox in ihrer momentanen Konfiguration wohl nur eine geringe Lebensdauer aufweisen dürfte

7.4 Lauf und Hop Up

Habe es leider immer noch nicht auf die Reihe gebracht, die Waffe ordentlich zu testen. Die Hop Up Unit hat bei mir auf alle Fälle die gleichen Kinderkrankheiten wie bei Reaper. Werde das merkwürdige Nub am Arm abschleifen und ein Stück Radiergummi darauf anbringen. Mein Hop Up Gummi wurde nicht beschädigt.

Nachtrag vom 20.10.
Nach einer langen Durststrecke konnte ich die MP5k jetzt endlich testen. Das Hop Up ist standardmäßig Murks, daher habe ich den Arm abgeschliffen, wie geplant ein Stück Radiergummi draufgeklebt und das mit einem Modify Flat Hop Bucking kombiniert. Siehe da, plötzlich wurden die Kugeln schön konstant gehoppt und die Unit verstellte sich auch nicht mehr. Allerdings muss ich an dieser Stelle vor den weichen Modify Flat Hop Buckings warnen: Die neigen zu Kugelklemmern bei höheren Feuerraten. Hatte ich in meiner P90, meiner M4 und jetzt der MP5k. Vielleicht nehmt ihr lieber ein Prometheus Flat Bucking.

Der Lauf ist wohl ein Widebore:D, in der Nähe des großzügig dimensionierten  Hop Up Fensters sind einige Kratzer an der Inneseite zu sehen. Erstaunlicherweise schien die Präzision nicht nenneswert darunter zu leiden (und wenn, dannn deutlich weniger als durch die fehlende Schulterstütze).

Für den Schusstest verweise ich bis auf weiteres auf Reapers Review. Einziger Unterschied ist die Lauflänge, die Ergebnisse dürften ähnlich ausfallen.

 

8. Kompatibilität und Verbesserungen

Die SRC MP5k scheint nur eingeschränkt zu anderen Teilen auf TM Basis kompatibel zu sein. Ich habe mir einen kleineren Vorderschaft bestellt der leider nicht passt, er ist ca. 5 mm zu kurz.

Eine Vielzahl von Ersatzteilen findet ihr hier mit vergleichsweise günstigem Versand. Ansonsten hilft euch sicher auch das Shop Gun Team weiter.

Was mich die letzten Tage über umgetrieben hat, war die Frage, ob und wie man eine normale V2 Shell in der MP5k unterbringen kann. Ein Glück, dass ich seit zwei Jahren noch eine rumliegen habe. Damit diese passt, musste ich im hinteren Bereich einen rechten Winkel ausfräsen, bis zum dort befindlichen Schraubenloch. Dann bekommt ihr die Box in die Waffe, jedoch keinen  Akku mehr -_-
Für den Akku müsst ihr zusätzlich diese schmale Wulst an der Oberseite der Gearbox (oberhalb der Schrauben) entfernen. Dann passt auch wieder ein Akku in die Waffe.

Bilder folgen noch.

Denkt aber daran, dass die Gearbox in einer S-AEG ein waffenrelevantes Teil ist, und ihr diese Aktion nur bei einer 0,5er durchführen dürft.

Weiterhin habe ich ein Jefftron Micro Mosfet unmittelbar dort verbaut, wo die Kabel aus der Gearbox geführt werden. Es nimmt keinen Platz weg und verbessert das Ansprechverhalten deutlich.

9. Fazit

Die MP5k hat einige Vorzüge. Haptik, Handling und der Stahlbody machen zweifelsohne etwas her. Im Inneren schlummern jedoch noch viele Kinderkrankheiten, die SRC in den Griff bekommen muss. Daher kann ich die SRC MP5k nur empfehlen, wenn der Wille und entsprechende Kenntnisse vorhanden sind, die aufgeführten Mängel zu beheben. Es ist definitiv keine Anfängerwaffe.

Den Preis finde ich mit 310 € für das Gebotene zu hoch angesetzt. Wenn SRC die angesprochenen Punkte verbessert, wäre das hinnehmbar, im jetzigen Zustand hielte ich allerdings eher etwas um die 250 € angemessen.
Es gilt allerdings auch zu berücksichtigen, dass es deutschlandweit schlichtweg keine andere MP5k als S-AEG gibt. Mich freut es generell, dass Shop Gun die SRC MP5 Modelle mit in ihr Angebot aufgenommen haben, ggf. liest euer Team hier ja mit und kann über den Kontakt mit SRC vielleicht ein paar künftige Verbesserungen erwirken.

Ich selbst werde die Waffe natürlich behalten (sonst hätte ich sie nicht geöffnet:) und daraus ein Projekt für eine Backup mit ordentlich Feuerkraft machen. Halte euch natürlich auf dem Laufendenwink

Solltet ihr noch Fragen, Anregungen, Kritik oder eigene Erfahrungen mit MP5 Modellen von SRC haben, lasst es mich wissen!

Wie bereits mehrfach angeführt, hat auch Reaper ein aktuelles Review zu einem anderen SRC Modell veröffentlicht. Seine Erfahrung deckt sich dabei weitgehend mit meiner. Das Video lohnt sich auf jeden Fall.

Zuletzt gilt es noch anzumerken, dass dieses Review ausschließlich meine eigenen Meinungen und Erfahrungen widerspiegelt und ich hierfür in keiner Form bezahlt werde.

hab auch ne src mp5 au mit klappschaft. bei mir wackelt die lochkimme auch bissl wenn man die dreht. wackelt bei dir der ladehebel?
hab mal gehört das man diesen hk slap nicht bei den aeg modellen machen soll? ka obs stimmt. trau mich nicht das zumachen bei meiner XD

Das Wackeln des Ladehebels kann man minimieren, indem man vor den inneren Zylinder des Hebels, also am Mündungsende, eine Feder einsetzt, zB. eine gekürzte AEG-Feder.

Da das Gehäuse der SRC aus Stahl ist, hätte ich keinerlei Bedenken, den Ladehebel nach vorne schnellen zu lassen. Klappt bei meiner 1A.

Kleiner Nebeneffekt, wenn man die Feder so lang macht, dass der Hebel nicht ganz bündig nach vorne geht: Sie dämpft den Aufprall!

Reaper hat heute ebenfalls ein sehr sehenswertes Review einer SRC MP5 veröffentlicht.

Selbst habe ich heute auch noch einige interessante Punkte ergänzt:)

 

 

(1187 Posts)

(nachträglich editiert am 15.07.2019 um 19:34 Uhr)

Ich habe mich schon an mehreren Stellen über die Kompatibilität von RS-Teilen an der MP5 ausgelassen, darum mache ich jetzt einen Sammelpost.

 

RS Parts

  • Handschutz Slim (alte Variante): Passt nicht unter anderem etwas zu lang. Kann angepasst werden. Nicht sehr kompliziert, aber zeitaufwendig und extrem staubig beim dremeln.
  • Schulterstütze fest: Passt nicht, kann relativ einfach passend gemacht werden. Die Führungsschienen, welche in die seitlichen Kerben im Body greifen, sind etwa zu lang. Aus Kunststoff, daher rel. einfach zu bearbeiten.
  • Schulterstütze einschiebbar: Gleiches Problem, Führungsschienen zu lang. Hier aber aus Stahl, daher deutlich aufwändiger zu modifizieren. Geht bestimmt, aber ich selbst werde es aufgr. des Preises erstmal nicht probieren.
  • Feuerwahlhebel SEF: Passt nicht, ohne eigenen Maschinenpark eher nicht möglich anzupassen.
  • Griffstück: Passt nicht. Relativ aufwendig aber nicht sehr kompliziert passend zu machen.
  • Bodypins: passen, empfehlenswertes Upgrade.
  • Mag-Catch-Assembly: Passt nicht. Kann sicherlich passend gemacht werden, wäre allerdings mit Bohrungen am Body verbunden, oder ihr müsst ne Drehbank haben. Nicht empfehlenswert.

Airsoft Parts

  • M4-Rotary-HU: passt nicht, kann aber mit einiger Arbeit passend gemacht werden. Ich habe mich an einer Krytac-Unit (weil Plastik) probiert und es funktioniert. Wenn man sich die Mühe machen will, würde ich das Upgrade empfehlen. Bestimmt braucht man dann ein neues Nozzle..
  • Madbull Gemtech Raptor II Schalldämpfer (Tri-Lug QD): Passt 1a (auf die normale MP5 mit Tri-Lug, nicht die SD oder MP5K natürlich), damit hat man ca. 390mm mögliche Lauflänge.
  • Revo-Kit: Gibt (dank mir) ein passendes.

 

Fixes

  • Klappernder Ladehebel: Es kann helfen, den Ladehebel herauszunehmen, vor den Ladehebel in den Body eine gekürzte AEG-Feder zu stecken und wieder einzubauen. So ist er permanent unter etwas Spannung und nicht zu locker.
  • Magazinhebel klemmt, wenn zu weit gedrückt: Mittels eines kleinen(!) Kabelbinders, der um die Feder gelegt wird, wird der Weg begrenzt, den der Magazinhebel den Magazinhalter verschiebt. So ist es nicht mehr möglich, dass er sich verklemmt.
(7 Posts)

(nachträglich editiert am 26.07.2019 um 12:46 Uhr)

Moin, vielen Dank für das Review und die Tipps zu den klappernden Teilen. Ich würde gerne das Gewinde der Trommel mit Teflonband umwickeln, um das wackeln zu minimieren.

 

Doofe Frage: Wie bekommt man die Trommel ab? Da gibt es beim hochdrehen ja einen Anschlag, wie kommt man da drüber?

 

Danke!

Ab bauen und von unten ist ne schraube




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