Operace Kandahar 26.-28.04.2019 Erfahrungsbericht

Vom 26.-28.04.2019 fand die zweite Operation Kandahar von den Airsoftwars in der Nähe von Mimon, Tschechien statt.

Ich war in einem der beiden deutschsprachigen Züge auf der Seite der ISAF, also des Militärs, dabei. Meine Erwartungen waren recht hoch, da die Airsoftwars innerhalb der tschechischen Szene sehr bekannte und alteingesessene Veranstalter sind, auch wenn speziell dieses Event erst zum zweiten Mal stattfand.

Wir reisten bei warmer, sonniger Witterung an. Das war unser Glück, denn unser Navigationssystem hat uns durch den Wald geführt. ^^ Das Gelände war ab 10 eröffnet, ab 15 Uhr ging die Registration los. Wir kamen gegen 12 Uhr auf das Gelände, konnten bequem vor dem ISAF HQ parken und ausladen. Es waren gefühlt nur deutschsprachige Teilnehmer bereits anwesend.

Was sofort sehr positiv auffiel: Das komplette Camp war mit großen Mannschaftszelten, zahlreichen Dixies und einem bemannten Catering bestückt. Die Zelte waren den jeweiligen Zügen und Gruppen zugeordnet und so konnten wir uns gleich häuslich einrichten. Kein Zeltaufbau nötig.
Auch das Catering war schon fleißig und versorgte die Teilnehmer für einen wirklich schmalen Taler mit Kaffee, Tee, alkoholfreiem Bier, Limo, Wurst, Suppe, Steak oder Spaghetti Bolognese. Das Angebot wechselte.

Wir nutzen den ersten Ankunftstag, um im nicht weit entfernten Larpdorf "Kandahar", den bereits aufgestellten Shop zu besuchen. Viel war da aber leider noch nicht los. Also gings zurück ins Zelt, um unser Gear vorzubereiten und um ein wenig vorzuschlafen. Die Anmeldung um 15 Uhr war ein Stück entfernt, aber problemlos mit dem Auto oder den fahrenden Ingame-Fahrzeugen zu erreichen. Das alleine war schon ziemlich geil, an der Stelle nochmal danke fürs mitnehmen :)
Die Registration und das Chronen erfolgten unkompliziert, Ticket und funktionierene Airsoft reichten aus. Gegen Abend setzte der sporadische Regen langsam ein.

Um 20 Uhr sollte es dann losgehen. Die Ansprache war auf Tschechisch, aber hauptsächlich wurden bekannte, tschechische Airsoftteams willkommen geheißen. Das Briefing ließ dann noch etwas auf sich warten, wurde immer mal wieder verschoben und schließlich ging es für Echo um 2 Uhr nachts los, eine Weggabelung bewachen. Ein Teil des Zuges sollte das Fahrzeug begleiten, wir aber schlichen über einen Hügel durch den Wald und sollten von der anderen Seite zustoßen.
Der Aufstieg über das bewaldete Plateau wäre bei Tage schon nicht einfach gewesen, nachts mit feuchtem Waldboden, Ästen, Löchern und kompletter Gear war das schon ein Abenteuer. Es war toll. :) Auf dem Plateau angekommen, wurden wir gleich mit Feuer begrüßt. Wir bargen unsere Verwundeten und spionieren die eingegrabenen Taliban aus. Nachdem die Gefahr erfolgreich eleminiert war, stießen wir eine halbe Stunde später zu unserem Fahrzeug auf dem Zielpunkt.
Dort verteidigten wir die Weggabelung dann noch zwei Stunden erfolgreich gegen Regen, Kälte und eintretende Müdigkeit.

Zurück in der Base hatte unser Zug erst einmal Pause. Essen, ratschen und schlafen stand auf dem Plan. Drei Stunden später ging es dann auf zur nächsten Mission. (...)

Fazit: Insgesamt muss ich sagen, dass das Event durchgehend gut organisiert war. Hier und da gab es ein paar Kleinigkeiten, die man noch verbessern könnte, aber das ist Jammern auf höchstem Niveau. Hier macht Milsim richtig Spaß.

Details: Der Zeitplan von Aktion und Pausen ist gut durchdacht. Wenn man die sechs Stunden wirklich aktiv dabei ist, machen einem die drei Stunden Pausen-/Respawnzeit nichts aus, sondern nutzt sie, um sich auf das nächste Intervall vorzubereiten. Das Stellen der (schusssicheren) Mannschaftszelte ist natürlich allererste Sahne, vor allem da die Base ja ab der Hälfte der Zeit auch Spielfläche ist. Der Transport der ganzen Ausrüstung ist durch die einfach zugängliche Parkmöglichkeit vor der Base vor und nach der Spielzeit auch super bequem.

Der Spielleiter ist mit vollem Einsatz und Herzblut im Spiel. Das HQ strotzt vor Professionalität, Computerbildschirme, Landkarten und Gadgets. Jede Zuggruppe bekam ein Smartphone mit Bewegungsapp gestellt, so wusste der Spielleiter immer, wo sie einzelnen Züge sich befanden und konnte so bestens auf Situationen eingehen - was er auch tat! Missionen konnten von den Gruppenführern direkt erbeten werden, wer eine Aufgabe wollte, bekam sie auch.

Etwas ungünstig gelaufen ist die Wahl des Zugführers. Nach meinen Informationen wurde er von den Airsoftwars einfach mal "zugeteilt". Eine richtige Leitung seinerseits bekam ich nicht zu spüren, was aber nicht weiter verwunderlich ist, wenn sich derjenige nicht mal auf den Posten beworben hat. Da die deutschsprachigen Züge aufgrund der Sprachbarriere sowieso nur die "kleineren" Missionen zugeteilt bekamen, war es natürlich schon etwas frustrierend, wenn diese aufgrund mangelnder Zusammenarbeit dann auch noch scheiterten. An diesem System könnte man evtl. noch feilen.

Der zweite Punkt, wie könnte es auch anders sein, war ein massives Highlanderproblem. Die Taliban sind ein sehr ehrgeiziges Völkchen, die alle brav ihren Hit anerkennen, solange sie keine Mission haben. So zumindest der subjektive Eindruck meinerseits. Die Waffenstärke einzelner Spieler fiel mir massiv ins Auge (da wird es einem also grundsätzlich nicht leicht gemacht), da ärgert es einen dann doch ein wenig, wenn Hits dann in diesen Ausmaßen auch noch nicht anerkannt werden.

Schade war, dass wir ingame nie die Möglichkeit hatten, die Dörfer (ja, Mehrzahl, es waren 5) zu besuchen. Da wir immer davon ausgehen mussten, dass die Taliban sich darin versteckten, wurden sie weitläufig umgangen oder wir haben uns daran vorbeigeschlichen. So stellten sie eigentlich nichts anderes als Hindernisse dar. Vielleicht war aber auch hier die Sprachbarriere Grund für diese Auflagen.

Alles in allem ein großartiges Spiel, das eine Menge Spaß gemacht hat. Wir werden uns nächstes Jahr sicher wieder sehen.



(2363 Posts)

(nachträglich editiert am 02.05.2019 um 14:00 Uhr)

Ich war auch dort, fand das Gesamtbild aber nicht ganz so positiv, habe eine Bewertung auf der Event-HP auf fb gesehen die meine Meinung sehr gut wiederspiegelt, diese ist in englisch, ich hoffe das verzeiht mir die Moderation. Wer auf diesem Event kein Englisch spricht ist eig. eh verloren und hat dort meiner Meinung nach wenig zu sucscaschen:Blubb

"

24h since I arrived at home, so I had some time to prepare a bit of feedback for this years edition of OP Kandahar II:

I will write from ISAF perspective, frist things I liked, then stuff that can be improved.

THE GOOD:
- Nice and easy registration. 
Queue times were ok. We arrived Friday at 1730, so main rushhour.
- Military Tents to sleep in. 
Its nice to get these tents and have a structured base because of them. Also they encourage you to "live" with your unit wich forms a better bond between the man and women.
- Nightmissions
Its nice to have missions even in the night.
- PES Systems
Its nice that you provide PES Systems to companies who lack this ability.
- Portapotties in ISAF Base
There were enough toilets and even a thing to pee in, very nice.
-Catering
Catering had all essential items at reasonable prices. Staff spoke english well enough to get the job done. Also they did not ripp you off on Euro to CZ conversions. Hard workers, keep them!

THE BAD:

- Weaponrules:
Why would we play with up to 2,5J on all automatic guns? Esp HPA can easily reach that limit. There is no international event to my knowladge that has such high limits.
Also chronoing with 0.2g bbs for 2,5J is crazy. I can HPA joulcreep on fullauto higher than 3J. This is crazy. There is no need for such energies. As you can see in this comment section, even cars get damaged from such nonsense.

- Vehicles
Vehiclerules are complete garbage. The best option in this game is to driveby shoot the enemy from a vehicle via a tiny slit in the window - or even platic foil for that matter.

Paingranadelauncher as AT is not working, esp when you only get 2 balls without prior training.
Vehicles in this OP drove like mad mans, esp during the night this is retardedly dangerouse to infantry. Honestly someone could be killed in the darkness by a speeding car.

-> Make cars maximum speed 20km/h
Creat to REAL categories of cars: technicals and armoured. Make technicals stop when intensivly fired up on and have crew disembark (similar to Border War rules). armoured vehicles need to be stopped by AT devices as is, but with less Paint hits. This would stop this silly "car warefare" in its tracks. This is neither fun, nor tactical on any level, plus it encourages cheaters. The gunners of these vehicles are usually bullet proof...

- Basedefence
This years basedefence was an example of how not to creat and run a base / basedefence. It was a trap. There was no way to engage an approching enemy exept really badly constructed towers. Everybody inside was a sitting duck. Both sides constantly shot through the walls or under the walls. You also could not leave the base in any direction because of ISAF minefield or Kandahar blocking the main forrest entrance...

-> Make baselocation in the middle of the big clearing, relocated Kandahar to a more usefull place. This is a MilSim not a LARP. We are enemies for the full 48hrs. Having two basecamps next to each other is just inviting trouble.

Make base defendable with better towers (like last year) and also fighting podests to shoot over the walls. Make guard shifts actually relevant. 6H Missioncycles are to long. No one will take over a 6hr guard, esp when respawn is 3hrs there might not even be enough guys to take over the guard.

Shooting through the walls point blank by intent should be a game ban on spot as this displays incredible lack of responsibility.

- English as main language
Briefings for non czech speaking personell is not good. You want an international event, you need to speak english. 
->ISAF Mainbriefing needs to be in english first, then czech second.

-Briefings
HQ Briefings were chaotic. Information got lost because every platoon was briefed individually. All platoonleaders constantly visited the HQ is sort of a traffic jam.
->Brief company leaders every morining and evening toghether IN ENGLISH. Create a strategic plan to achieve the objectives where all needed elements work in unity. Therefore you must change the Missiondistribution. It is not fun to sit on a point for an hour, return to base just to go to the same spot again because the mission was not know beforehand.
Use chain of command. Only brief Platoonleaders if really neccessary.

And last but not least my bigges issue this year and last year:

THIS GAME IS INFESTED WITH CHEATERS.

All sides cheat so heavily, its incredible. This must be the most cheated event I have ever attended.
It started with a few and it grew into a complete game mindset to cheat. Ruings all missions, ruins the whole purpose of airsoftmarkers.

-> pay 5€ more, get 5 students from local university for the weekend who help your staff on administration.
Make ID check when processing the tickets ( bansystem).
Have Staff overwatch firefights and catch cheaters as often as possible ( use the students, they can also film or watch mission timers while doing this).
Mark players entrance wristband when caught cheating, after second strike ban them from the present evetn immediatly.

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These are some of my thoughts about this event. You may have expirinced diffrent things, you may agree with me. Whatever the case, I wanted to leave a constuctive feedback here, that allows the staff to tweek their game.

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Leider hat das HQ (ein slowenisches Team soweit ich weiß, nicht alle Events von AW werden auch von ihnen selbst ingame organisiert, die Teams die das übernehmen wechseln bei jedem Event) die Funktion der Recon Einheiten etwas missverstanden, weshalb sie in großen Gruppen zur Bewachung von Punkten oder Kreuzungen abgestellt wurden anstatt beispielsweiße als kleine Gruppen bei Melde-Punktenfür Feindbewegungen genutzt wurde.

Die Talis haben bei uns den Vogel gar abgeschossen als durch wenig geöffnete Türen eines VW Busses zwei offgame (Warnweste) Spieler auf unter 1m am Straßenrand mit MG Salven im Drive-by begrüßt wurden. Nie habe ich mir mehr eine Tagg-in in der Heckscheibe gewünscht. lol

Was mir noch aufgefallen ist, waren viele Deutsche die auf Seiten der ISAF eher auf Border War Niveau unterwegs waren, was allgemein den Trend der ISAF/TF gefestigt hat, wenn man versteht was ich meine...




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