Tanaka M700 / M40A1 Magazin-Mod + HPA-Umbau + Hülsenumbau
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(nachträglich editiert am 08.09.2016 um 18:15 Uhr)

Einführung

Als glühender Fanatiker aller Airsoft-Waffen mit Hülsenauswurf habe ich mir eine Tanaka M700, bzw. eine M40A1 mit Hülsenauswurf zugelegt.

Auf den Fotos bitte nicht wundern: Die Waffe trägt die "M700" als Modellnamen, das "F" ist aber mit dem Modell M40A1 gestempelt ???

Da mir die Basisausstattung zu dürftig war, habe ich die Knifte komplett zerlegt, mit einer scharfen Rem. 700 verglichen, und mich an die Arbeit gemacht.

Ziel war:

1. Umrüstung auf Einschubmagazine

2. HPA-Anschluss

3. Präzisionsverbesserung

Benötigte Materialien / benötigtes Werkzeug

für Magazinanpassung

1. Geld, Nerven und Zeit

2. RS Magpul Hunter Mag-Schacht (enthält 1x 5-Schuss-Magazin) ~ 100€ Stück

http://www.brownells-deutschland.de/epages/Deutschland.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/Deutschland/Products/75044100016665/SubProducts/100016665

3. RS Magpul 7,62 x 51 NATO STANAG; 5 / 10 Schuss Magazin ~ 50€ / Stück

http://www.brownells-deutschland.de/epages/Deutschland.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/Deutschland/Products/81742100017581/SubProducts/100017581

https://www.brownells-deutschland.de/epages/Deutschland.sf/sec5252bb6ada/?ObjectPath=/Shops/Deutschland/Products/75050100016599/SubProducts/100016599

4. Dremel

5. Klebstoff

6. Kit / Füllstoff für Corpus

7. Feilen

8. Unterlegscheiben

9. PVC-Material (1mm Stärke)

für HPA:

1. CAD HPA Adapter (gibt es bei mir)

2. 2x Doppelgewindemuffe w/w

3. Schnellkupplung (hier "unter Druck sperrend"), abhängig von eurem HPA-System

4. Schlauchkupplung 4mm

5. Druckschlauch, 4mm Durchmesser, Länge: 60 cm

6. Klebstoff

7. Dremel

8. Bohrer 4,5 mm

Zeitaufwand

für alles: 2 Tage

Schritt für Schritt Anleitung (mit eigenen Fotos)

Magazinveränderung:

1. Waffe zerlegen

2. Alten Magazinschacht ausbauen

3. Der RS Magpul Magazinschacht passt von der Länge her und den Bohrungen perfekt, nur ist dieser etwas breiter. Also mit dem Dremel den Schaft ausfräsen, bis der neue Magazinschacht passt.

Da ich im Neuland unterwegs war, ist mir der Dremel etwas entglitten. Daher musste ich den Schaft nach dem Einbau wieder zukitten. Wer sauber arbeitet, bekommt schönere Ergebnisse.

Ich habe den Magazinschacht nachher komplett eingeklebt.

4. Anpassung des Magazinschachtes (Entweder neuen Tank in CAD zeichnen (zu teuer), oder Magschacht anpassen -> billiger)

Der Magazinschacht stört sich am Gastank. Daher muss die vordere Magazinführung auf Höhe des Rahmens gekappt werden. Wenn man Originalbild und das mittlere Bild siehe oben vergleicht, sieht man es schön und hoffentlich verständlich. Der Gastank übernimmt die Funktion der Magazinlippe / führung.

Hinter dem Abzugsbügel müssen 3 mm an der Bohrung abgetragen werden, damit der Abzugsschacht perfekt auf der hinteren Bohrung aufliegt.

5. Wenn der Magazinschacht passt, dann muss man ca. 3 mm PVC-Platten einkleben, da sich die angepassten Magazine bei voller Beladung oben aufspreizen und es zu Ladehemmungen kommt. Die beidseitigen PVC-Streifen drücken das Magazin zusammen.

6. Magazine anpassen

Von den Magazinen an der Front 14 mm abmessen und Material abtragen.

Ich empfehle erst 13,5 mm abzutragen, um dann mittels Feile die Magazine exakt an den Gastank anzupassen, da dieser als Widerlager dient (für die abgesägte Magazinlippe im Magschacht).


Zudem muss am Zuführer im Magazin soviel abgetragen werden, damit dieser mit den 14 mm Material plan anliegt, damit dieser nicht am Gastank hängenbleibt.

Es empfiehlt sich, die Magazinfeder am Zuführer festzukleben.

Dann mittels PVC-Platte (1mm) an der Magazinnase ankleben, damit das Magazin etwas höher als sonst im Magazinschacht steckt.

7. Waffe zusammenbauen und testen. Ggf. den Magazinschacht durch Unterlegscheiben anpassen, um den Winkel zu verändern.

HPA-Anschluss:

1. CAD-HPA Anschluss mit Doppelgewindemuffe w/w und der Schlauchkupplung verbinden

2. neben dem Magschacht (NICHT die Seite mit dem Verschlussbügel) eine Bohrung 4,5 mm vornehmen

3. ggf. die vorhandenen PVC-Streifen andremeln.

4. Etwas vom Schaft auf Höhe des Abzugs mit dem Dremel wegnehmen

5. Schaftkappe entfernen (ist im Original verklebt) und mittels 4,5 mm Bohrer eine Bohrung in den Schaftanschlag vornehmen. Und den Schaft wo auch immer anbohren. Hier im "Griffstück".

6. Schlauch vom Schaft her durch die Waffe ziehen und verkleben (vorher grob durch Anhalten anpassen!!!)

7. Waffe zusammenbauen

8. CAD-HPA-Adapter im Tank einsetzen (Gewindedichtung flüssig oder Teflonband) und abdichten

9. Schlauch anpassen und einstecken

10. Schlauch am Schaft auf gewünschte Länge anpassen und dann Schlauchkupplung + Doppelgewindemuffe w/w + Schnellkupplung aufsetzen (vorher bitte auch abdichten)

11. HPA-Rig anschließen und Leistung vorsichtig anpassen (s.u.)

Bilder:

Leistungsanpassung durch Hülsen / HPA:

Da es im Forum zur Frage kam, ob man durch Aufbohren zu einer Leistungsveränderung kommt, bin ich der Sache nachgegangen.

Wie bei der APS M40 gibt es da die Grundidee der Low/Normal/Highpower Hülsen.

Material: 6mm Bohrer + hohle Messingprofile (6 mm auf 5 mm / usw. bis 6 mm auf 2 mm; gibt es z.B. bei Conrad)

1. Hülse auf 6mm aufbohren (vorher die Dichtung am Hülsenboden wegnehmen!!!)

2. Messingprofil einlegen

Leistung (bei Raumtemperatur und 0,20 gr  BB + kein Hop Up)

Standardhülsen (5,8 mm Bohrung)

- Bei mir mit GreenGas nur magere 1,0 J (Japan Version :( :( :( )

- mit HPA 1,0 - 3,0 J

Leistungsbeispiele:

HPA + 150 PSI + 0,20 gr BB + kein Hop Up 

Standardhülse 5,8 mm: 3,0 J

Hülse: 6 mm: 2,7 J

Hülse: 6 mm -> 5 mm: 2,7 J

Hülse: 6 mm -> 4 mm: 2,4 J

Hülse: 6 mm -> 2 mm: 2,1 J

Fazit:

die Standardbohrung ist die beste Variante!

Ausblick:

- Präzisionsverbesserung

- CAD-Schlagbolzen + diverse Anbauteile

- Anpassung eines RS-Schaftes




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