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(nachträglich editiert am 14.10.2018 um 19:07 Uhr)

 


Review zur Wei-ETech SMG-8 GBB


Gliederung:

1. Vorwort
2. Erste Eindrücke und Lieferumfang
3. externe Verarbeitung
4. interne Verarbeitung
5. Magazin(e)
6. Schusstest und Fazit

Vorwort:

Nach längerem gelangweiltem durchstöbern diverser airsoftwaffenvertreibener Online-Shops in Frühjahr 2016 bin ich über zahlreiche neue oder für mich irgendwie interessante Airsoftwaffen gestoßen. Da ich aber auf Grund meiner bestehenden BB-Beschleunigernsammlung, die inzwischen aus 17 Langwaffen und 9 Pistolen besteht, etwas an Platzmangel leide hatte ich dabei nicht die Absicht mir wirklich noch was feines auszusuchen, jedenfalls nicht ohne dafür etwas aus der bestehenden Sammlung abzustoßen. Allerdings hat mich eine Exemplar irgenwie so neugierig gemacht das ich es mir kommen lassen habe. "Kann das sein?" "Eine GBB zu diesem Preis?" "Kann sowas funktionieren?" Also erstmal dazu einige Recherchen angestellt, einige Reviews aus fremden Ländern angesehen und mir einen Überblick verpasst. So erfuhr ich das eben dieses Objekt welches meiner Neugier weckte inziwschen mindestens in der dritten Generation gefertigt und geliefert wird und daher die Kinderkrankheiten die in den schon etwas älteren Reviews von früheren Versionen kundgegeben wurden bereits ausgemerzt sind, was mich letztlich nur noch neugieriger auf diese GBB-MP machte ...

Ganz genau! Die SMG-8 aus dem Hause Wei-Tech.

Erste Eindrücke und Lieferumfang:

Kaum an meiner Haustür angekommen entfernte ich die Versandverpackung und ließ der hauseigenen Verpackung der WE SMG-8 das Licht der Welt erblicken. Diese kommt in einem Karton mit Fotoaufdruck welcher das gute Stück und das dazugehörigem Magazin vor einer Spiralgalaxie abbildet. Ich weiß nicht so genau was da in den Köpfen von Wei-ETech vorsich ging als man sich zur SMG-8 eben dieses Verpackungsdesign hat einfallen lassen, schätze aber es wird etwas mit der Namensgebung und dem Aussehen der Waffe selbst zutun gehabt haben.

Mal ehrlich, man muß schon mehr als ein Auge zukneifen um nicht an die Heckler&Koch MP7 PDW erinnert zu werden wenn man sich die WE SMG-8 ansieht, daher schätze ich mal liegt einiges am Produktdesign darin begründet das bedingt durch die "Inhaber der Hecker&Koch-Lizenzrechte" hier einige kleine "intergalaktische Umwege" in Kauf genommen wurden um zu originalgetreuen MP-7 Airsoftderivaten ein Konkurenzprodukt anbieten zu können.

O-oder die Ambitionen von WE diese SMG-8 zu produzieren sind einer völlig anderen Natur! "Zwinker"

Wie auch immer! Das es sich um eine Budged-GasBlowBack-SMG handelt erklärt sich durch den Preis von selbst, das SMG bei Begadi erworben schlägt mit 229€ zu Buche ... Vom Preisschild her also auf jeden Fall auffällig, aber was steckt nun dahinter?



Wirft man einen Blick hinter die intergalaktische Verpackung findet sich dort zu meiner Überraschung eine SMG-8 in der Farbe TAN, wo ich doch eigentlich das kleine Schwarze geordert hatte. Na, das läßt ja schonmal tief blicken oder zumindest vermuten das Begadi oder WE sich nicht die Mühe mach mal einen Blick in die Verpackungen zu werfen geschweige denn einem mal die Funktion zu prüfen bevor sie ihre Airsoftwaffen aus dem Lager in den Versand geben. Nun gut! Da ich mich eh nicht so recht entscheiden konnte welche Farbe ich nun bestellen soll war mir das relativ egal und in TAN sieht das gute Stück auch ganz nett aus.




Zum Lieferumfang gehören:

- 1 Magazin

- 2 Stück G36-Siderails mit Verschraubung

- 1 Laufgewindeadaper auf 14mm Negativ/Linksgewinde CCW

- 2 Imbusschlüssel

- WE LoadingTool

- Bedienungsanleitung (fernöstliche Hieroglyphen, etwas Englisch, aufschlussreiche Bilder!)


Externe Verarbeitung:

Der Faserverstärkte Polymer-Body ist sehr stabiel, verwindet sich nicht und knartzt auch nicht. Insgesamt mach das Hauptgehäuse vom Material her also einen unverwüstlichen Eindruck und braucht sich nicht hinter hochwertigen Airsoftmarkieren verstecken. Dieser hat zwar einige wenige Schönheitfehler wie zb produktionsbedingte Makel vom Spritzverfahren, unterm Strich aber nichts was zusehr in´s Auge springen würde um das Preis/Leistungsverhältnis hier ins Negative kippen zu lassen.



Details, Visierung und Co.

Die Details sind bei der SMG-8 alle echt sehr schön anzusehen, so ist die Verarbeitung bei den kleinen Dingen gut gelungen. Also die überwiegend aus einer Metalllegierung gefertigten Bedienungselemente der Waffe und des Schiebeschafts sowie der Flashhider oder auch die Markings am Feuerwahlhebel sind alle makellos in ihrer Form und Erscheinung , schlicht präzise gefertigt.



Die sauber gefertigte TopRail der SMG ist anders als beim recht ähnlich anmutendem H&K MP7 ein gutes Stück höher, was der deltaförmigen Wabenstruktur zu schulden ist die sie vom Hauptgehäuse abhebet, die Visierliene etwas nach oben bringt und so ein müheloses Absehen von Zieloptiken und natürlich auch der standardmäßigen Visierung des SMG-8 erlaubt. Die Visierung des SMG-8 wird duch einen fixen, unverstellbaren Kornträger repräsentiert sowie durch eine an das G36-C erinnernde Rear-Sight welche in zwei Achsen einsetllbar ist und über ein Diopterloch sowie über eine Kimme verfügt. Die Rearsight besteht mit Außnahme der Einstellschrauben komplett aus Kunststoff, zeugt aber ebenfalls von einer guten Verarbeitung.

 


Das SMG-8 verfühgt neben der TopRail auch über eine Bottom-Rail welche ebenfalls fester Bestandteil des Hauptgehäuses ist und aus dem selbem Faserverstärkte Polymer-Kunststoff besteht, hier lassen sich beispielsweise Frongriffe anbringe. Dazu sind im Gehäuse selbst seitlich auch Messinggewindebuchsen eingegossen die es ermöglichen G36-C Handguard SideRails zu montieren, praktischerweise werden auch gleich zwei Exemplare aus Aluminium zum SMG-8 mitgeliefert.



Der Schiebeschaft:

Der Scheibeschaft des SMG-8 besteht aus einer geriffelten Kunsstoff-Anschlagfläche welche pro Seite eine 1-Point Sling Montagemöglichkeiten bietet. Der Schaft selbst läßt sich auf der Hüllsenauswurfseite über einen Hebel in drei Stellungen fixieren und über einen zweiten Hebel an der Schützenseite komplett entfernen. Die zwei Stützen selbst sind wie die Abschlußplatte der Waffe aus eine nichtmagnetischen Metalllegierung gefertigt, wirken aber recht haltbar. Lößt man den Hebel bei komplett eingefahrener Stütze wird diese von einem federgelagertem Pin ein Stück weit vom Haltepunkt abgestoßen, zieht man sie dann heraus rastet sie selbstständig auf der ersten und zweite Position ein, die dritte und längste Einstellung markiert außerdem den Endanschlag, es sei denn man zwingt die Schulterstütze mit dem dafür gedachten Auslöser darüber hinaus.



Kleine Schönheitsfehler:

Außer einer kleinen nicht entgrateten Stelle an der Front, einem unsauberern Rand am oberen Inneren des Hülsenauswurffensters, eines kleinen sauberen Grades entlang der Unterseite sowie der kleinen Stelle vorm Trigger die vom Fertigungsprozess zeugt gibt es nichts zu bemängeln.



Interne Verarbeitung:

Der Weg an´s Innere der WE SMG-8 führt über die hinteren BodyPins, welche zwar magnetisch sind aber auch etwas kurz geraten wie ich finde. Die Pins lassen sich gut herausdrücken und die Schulterstütze besitzt wie einige Heckler&Koch Modelle Löcher um diese sicher aufzubewahren.

Zieht man nun an der Schulterstütze kommt diese hinten aus dem Hauptgehäuse und bringt dabei die Rückenplatte, den Spannhebel, den Bolt und die Recoilspring auf ihrem Springguide mit aus dem Inneren der SMG-8. Die Teile bilden alle beisammen ein mehr oder weniger zusammenhaltendes, wenn auch nicht wirklich fest verbundenes Gebilde das sich aber mit etwas Vorsicht als eine Einheit handhaben läßt.

Das sieht dann so aus:

Hier jetzt was zu den aufgezählten Einzelteilen dieser Gruppe.

Der Verschluss bzw Bolt und das Loading Nozzel:

Da sich der Bolt als erstes aus dem Bündel lösen läßt mach ich mit diesem weiter. Der Bolt ist wie bei einschlägig bekannten "Open Bolt Systemen" von WE oder WA Modellen der Träger für das LoadingNozzel. Der Boltcarrier besteht aus einen Stück schwarz lackiertem CNC-Aluminium und macht einen soliden Eindruck. Der ganze Block ist bis auf kleine Spuren des Fräsewerkzeugs sauber ausgearbeitet, muß man wohl dem Preis schulden. Sonst gibt es dem erstem Anschein nach aber keine Spuren von schlechter Verarbeitung und die gewählte "Feinheit" beim Fräsen stellt auch kein Problem da, da sie weder die Funktion beinträchtigt noch von außen sichtbar wird wenn die Waffe montiert ist.

Das Laoding Nozzel besteht aus einem festem Kunsstoff und ist im Prinzip das selbe Teil wie bei anderen Open Bolt Systeme, das Rad wurde hier also nicht neu erfunden. Das Nozzel dichtet realtiv gut ab, mit einem Aftermarket O-Ring läßt sich eventuell noch etwas mehr rausholen aber das ist eigentlich nicht zwingend nötig, dazu aber später mehr. Das Nozzel wird durch die Nozzelspring in Position gehalten welche im hinterem Teil des Bolt Carrier auf einem Pin aufgehängt ist und wird nach vorne durch ein kleines Stück angeschraubtem Stahl gesichert welches gleichzeit als Gegenfälche für den Bolt Catch funktioniert. Bedingt durch die Art wie der Bolt Catch beim SMG-8 funktioniert gibt es hier sehr schnell Abschürfungen welche aber nicht dramatisch an das Material gehen und eher Oberflächlich den Lack abtragen.

 

Der Bolt nach einiger Zeit im Gebrauch:

Da ich gerade den Bolt und das LoadingNozzel behandel schiebe ich gleich etwas von der Gebrauchsspurenanalyse hinterher. Der BoltCarrier zeigt nach gut 20-25 Magazinfüllungen, also gut 2.000 Schuss leichte Gebrauchsspuren welche überwiegend kosmetischer Natur sind. Hier und da etwas abgeriebener Lack, hauptsächlich im Wirkungsbereich des Hammers und leichte Materialabschürfungen an der rechten Unterseite des BoltCarrier welche ebenfalls von Teilen der Triggerbox herrühren. Genauer scheinen diese vom FiringPin-Timer bzw der Valve-Lock zu kommen, welche nicht Teil des Magazins ist sondern fester Bestandteil der Abzugmechanik. Das Nozzel hingegen zeigt keinerlei Spuren von Verschleiß, wirkt wie neu und wenig beindruckt von dem was es im SMG-8 zu leisten hat.

Bisher haben diese Gebrauchsspuren am Bolt kein Wirkung auf die Funktion des SMG-8 welches bis hierhin zuverlässig funktioniert, um das hier mal vorweg zu nehmen. Ob das so bleibt oder der Verschleiß mit der Zeit ein fortgeschrittenes Stadium erreicht und letztlich zu Problemen führt welche Ersatzteile nötig machen bleibt abzuwarten aber da der Boltcarrier konstruktionsbedingt nicht viel von seinem Weg durch das SMG-8 abweichen kann schätze ich den möglichen Verschleiß eher gering ein.


Der Recoilspring-SpringGuide:

Der SpringGuide für die Recoil-Spring repräsentiert fernöstliche Stahlschmiedekunst. *Grins* Der Dauermagnet haftet hier und zeugt somit von etwas härterem Material, was angesichts seiner Aufgabe auch durchaus gerechtfertigt ist. Ansich ist das Teil markellos verarbeitet, sowohl die Kopfseite die den Boltcarrier durchfährt als auch die Rückseite welche mit einem C-Clip versehen die Recoil-Spring in Position hält und in der Schaft- bzw Endkappe des SMG-8 ihre Bestimmung findet. Gebrauchspuren sucht man am SpringGuide nach 2.000 Schuss vergeblich.


Der Ladehebel /Charginghandle:

Der Ladehebel des SMG-8 besteht aus Polymer-Kunststoff und muß zum bedienen an den Enden zusammengedrückt werden, erst dann kann man die Waffe durchladen. An der Vorderseite findet sich unten ein ca. 1cm breiter Nippel der in den Bolt Carrier greift und diesen beim Laden misich zieht, Gebrauchsspuren finden sich auch hier noch keine nach ca. 2.000 Schuss bzw ca. 50 Durchladezyklen.


Der Schaft und die Endkappe:

Zum Schaft selbst hab ich eigentlich bereits alles Wesentliche schon bei der externen Verarbeitung behandelt daher mach hier gleich bei der Endkappe des SMG weiter. Dieses Teil besteht aus einer nicht magnetischen Leichtmetalllegierung und beherbergt den Mechanismus zum arretieren des Schiebeschafts sowie den Recoil-Buffer. Der Recoil Buffer wird beim SMG-8 durch einen schwarzen Polymer-Block verkörpert der innen auf die Endkappe geschraubt ist, hier schlägt der Aluninium-Boltcarrier an wenn der die Kraft der Recoilspring überwunden hat.

Dreht man nun die zwei Schrauben aus dem innenliegendem Deckel der Schiebeschaftarretierung heraus läßt sich dieser abheben, so bekommt man Zugang zur technisch simplen Mechanik der Arretierung die gerade einmal aus vier Teilen besteht. Der vom Magnetfeld meines Dauermagneten angezogene, querliegende Riegel drückt unter Federspannung auf beide Stützen des Schiebeschafts, auf der einen Seite von oben, auf der anderen Seite von unten und verriegelt den Schiebeschaft wenn er in eine der dafür gedachten Positionen fällt. Das kleine Federgelagerte Stück Metall in der oberen Ecke ist der Endanschlag welchen man durch betätigung zum entfernen des Schiebeschaft aus dem SMG-8 nutzen kann. Nach einigem Gebrauch des Schiebeschafts zeigt sich etwas Abrieb der vom Querrigel verursacht wird welcher am Deckel der Mechanik schrammt, etwas Fett auf dem Riegel kann hier sicher nicht schaden und sollte den Verschleiß minimieren.

 

 

Der Trigger:

Als nächstes ist der Trigger fällig, dieser hat eine Abzugsicherung welche sich automatisch löst wenn man ihn mit dem Finger betätigt, andernfalls aber den Abzug gegen versehntliches betätigen sicher ... Soweit die Theorie und Vorsehung zu dieser Konstruktion. Der Trigger selbst besteht aus Kunsstoff (ja!!) trotzdem fühlt er sich recht stabiel an und macht nicht den Eindruck als würde er leicht brechen, man sollte sich seiner Handlung aber sicher sein und nichts erzwingen wenn die Waffe auf Save steht, Triggerdisziplin bekommt hier also eine neue Ebene.

Der Trigger funktioniert! Das macht er auch wirklich gut, auch oder gerade weil die Konstruktion denkbar einfach ist. Die Abzugsicherung stützt sich auf das Gehäuse, zieht man den Abzug fällt diese mit dem Abzug selbst nach hinten und löst im Inneren eine Machanik aus welche den Trigger selbstständig wieder zurückführt. Das Ganze ist im Inneren so geregelt das der Tigger selbst keine Feder braucht, daher ist der Ausbau schon erledgit wenn man den Splint von der Schützenseite her durch die Hülse im Trigger herausdrückt und den Trigger entnimmt.


Bolt-Catch-Release und FireSelector:

Weiter geht es mit dem Bolt-Catch-Release welcher mit einer kleinen Madenschraube auf der Schützenseite gesichert ist, entfernt man die Made aus der Leichtmetelllegierung des Bolt-Catch-Release läßt sich dieser abheben und das verbleibende Teil zur anderen Seite der Waffe herausdrücken.



Das selbe passiert mit dem Feuerwahlhebel, nur von der anderen Seite der Waffe.


Receiver, Triggerbox, HopUp und Lauf:

Wendet man sich nun dem FlashHider an der Front der Waffe zu und befördert diesen mit etwas Druck aus der Handfläche in das Hauptgehäuse kommt am hinterem Ende des SMG-8 der wesentliche Teil der SMG-8 Mechanik zum vorschein und läßt sich hier greifen und herausziehen. Hierbei sollte man darauf achten das keine Kleinteile verloren gehen. (Diesen Schritt am besten über einem Behälter oder einer übersichtlichen Oberfläche machen!) Der Verschlusskäfig der das HopUp, Lauf, Abzugmechanik, BoltCatch und FireSelector vereint hat an den Seiten einige Kleinteile die unter Federspannung stehen und leicht davonfliegen können wenn man unachtsam zur Sache geht.

Was einem hier entgegenkommt ist im Prinzip ein einziger Aluminiumblock der im unterm Teil die Abzugmechanik, BoltCatch und Fireselector beherbergt und im oberen Bereich den Bolt des BolwBack Systems seitlich führt, außerdem ist hier auch im vorderem Ende der Außen- und Innenlauf sowie das HopUp integriert. Das Teil ist genau gefertigt und wirkt vertrauenserweckend und hochwertig.

 

Oben die Schaft-Baubgruppe mit Verschluss, unten das Verschlussgehäuse mit Laufgruppe und Triggerbox.

 

Der Bolt-Catch:

Der Bolt-Ctach funktioniert bei der SMG-8 sehr zuverläßig und wird über eine kleine, federgelagerte silberne Wippe auf der Schützenseite vom Magazinfollower betätigt, der eigentlich Bolt Catch der von der Wippe angehoben den Verschluss fängt ist aus Stahl und wird mit einer Messingschraube im Rahmen geführt, dazwischen befindet sich die Arretierung des FireSelector. Der montierte Bedienhebel des Bolt Catch wackelt außen am SMG-8 etwas mit der Wippe auf und ab, versucht man hier Abhilfe zu schaffen indem man eine stärkere Feder verbaut führt das nur dazu dass der Bolt Catch nicht mehr funktioniert, die Feder die die Wippe stützt ist nämlich gerade hart genung um noch zuverläßig vom Magazinfollower überwältig zu werden.


Die Triggerbox und der FireSelector:

Der FireSelector und der Abzug funtionieren beide über das Teil das auf der Auswurfseite der Waffe am Verschlusskäfig werkelt, dieser Leichtmetall-Pendelhebel regelt je nach Stellung des FireSelecor das Einzel- bzw Dauerfeuer indem es unterhalb des Auswurffensters an einen Hebel für die Hammerarretierung greift.

(Im Orginalzustand hat dieser Hebel in der Abzugmechanik zwei Kerben für je einen Feuermodi, da die Vollautomatik bei der deutschen SMG-8 aber dauerhaft außer Kraft gesetzt ist indem hier nurnoch einen große Kerben vorzufinden ist gehören damit auch die Probleme die das Teil verursachen kann der Vergangenheit an. Dieses Teil sorge nämlich bei früheren Versionen die über Vollautomatik verfügten unter Umständen dazu dass das Einzellfeuer nicht mehr funktionierte. Sooderso kein Thema für die Deutsche Airsoftszene. Ein Umbauen auf Vollatomatik würde einen tiefen Eingriff in die Triggermechanik bedeuten was für Spieler die zum skirmen ins Ausland reisen sehr, sehr umständlich zu bewerkstelligen ist.

Im Prinzip handelt es sich bei dem Pendelhebel also um das korrespondierende Teil zwischen dem Trigger und der Hammer-Lock im hinterm Teil der Waffe. Anders als man es von derartigen Übersetzern bei BullPop-Waffen kennt ist der Trigger der SMG-8 nicht weich und schwammig sondern wahnsinnig direkt und bricht klar und scharf in den Schuss. Der FireSelector-Bedienhebel rastet im übrigen sehr satt und deutlich in seinen Positionen ein und sitzt richtig montiert auch fest und ohne zu wackeln am SMG-8.

 


HopUp und Lauf:

Der Leichtmetall-Außenlauf der SMG hat ein Gewinde und kann somit spezielle MP7-FlashHider aufnehmen oder wahlweise auch den mitgeliferten 14mm CCW-Adaper. Ein kleines Stück weiter hinten tront der Gasblock bzw die Gasabnahme auf dem Außenlauf, diese beinhaltet neben einem gefedertem Endanschlag für den Boltcarrier auch die Stellschraube für das HopUp welche über das simulierte Gasrückführrohr aus Plastik das HopUp bedient, recht ähnlich wie man es auch vom VFC-G28 DMR GBBR kennt. (Ein überdrehen der Einstellschraube kann unter Umständen dazu führen dass es das Gasrückführrohr wegbiegt oder gar zerbricht, hier sollte man sich der aktuellen Einstellung also bewust sein und eventuell den Schaft und den Bolt demontieren um von hinten einen Einblick auf das HopUp-Gummi im Lauf und das Gasrückführrohr zu bekommen.)

 

Löst man die zwei Schrauben auf der Unterseite des HopUp und entfernt dem Pin aus dem HopUp-Adjuster um diesen vom Gasrückführrohr zu trennen kann man den Deckel des HopUps von vorne her abheben welcher hinten unter dem Gehäuse eingelegt ist und gelangt so an den Innenlauf und das HopUp-Gummi.

  

Das HopUp Gummi der SMG-8 ist spezifisch und hat die Führungslippe am hinterem Ende des Bucking. Der Innenlauf ist von der Bauart her WE-GBB typisch und so zb. auch im WE-G39 GBBR zu finden. Ich hab bei meinem SMG-8 noch eine Art Flat-Hop Tensioner aus einem Kunsstoffkorken geschnitten und auf das HopUp-Gummi gelegt und konnte so eine bessere HopUp-Einstellung erziehlen um 0.30g BB´s zu verwenden. Da kann man mit diversen Mod´s sicher was machen, ob sich aber ein Tuninglauf bei der Lauflänge rechnet ...?


Die Magazine und der Mag-Catch:

Ich hab mir zu dem mitgeliefertem Magazin noch vier Stück liefern lassen welche alle bis auf eins absolut dicht waren, die kommen im übrigen auch im selbem "intergalaktischen Kartondesign" daher.

(Das eine, leicht am oberem Teil undichte Magazin hab ich mit Greengas befüllt und für einige Zeit in ca. 60-70 Grad heißes Wasser gelegt bis sich der Druck im inneren deutlich erhöht hat, was durch die Frequenz der ausfsteigeneden Blasen deutlich wurde. Nach ca 3-4 Minuten unter erhöhtem Druck hab ich das Magazin dann komplett entleert indem ich das Ventiel eingedrückt habe, nach dem ich das Magazin dann nochmal befüllt und wieder abblasen lassen habe wurde die vom erhötem Druck in die Ritzen gedrückte Dichtung vom sich rapiede abgühlendem Material eingeklemmt und das Magazin war wieder dicht.)

Die Magazine ansich feeden tadellos und nehmen reichlich Gas auf. Beim Schusstest konnte ich je nach Schussintervall aus einer Gasfüllung bei ca. 25 Grad Celsius zwei BB-Ladungen verschießen, was immerhin gut 80 BB´s entspricht. Die Magazine sind "nicht baugleich" mit anderen MP-7 Herstellern wie KWA oder VFC und fallen etwas breiter aus, passen aber wohl trotzdem in die ein oder andere MP-7 Magazintasche. Negativ fällt der Rand in der Mitte des Magazins auf welcher beim ziehen und verstauen in höheren Taschen für Ärger sorgen könnte. Das Einfüllventil für das Gas befindet sich an der Unterseite des Magazins und zum befüllen des BB-Kanals kann man den Follower an der Vorderseite des Magazins nach unten ziehen und von dessen unterem Anschlagpunkt aus BB´s in den Kanal füllen. Wahlweise kann man auch einen 90-Gard Aufsatz für Speedloader verwenden und diese von oben in den Kanal drücken, die Magazinfeder ist aber ordentlich so das man sie bei dieser Methode ab einem gewissem Füllstand am Follower vorspannen muß.


Der Mag-Catch:

Der Mag Catch ist aus Leichtmetall und lediglich der Hohlsplint und die Feder werden vom Magnetfeld ergriffen. Die Konstruktion ist ansich denkbar einfach und funktioniert deshalb wahrscheinlich auch so tadellos. Das Lösen der Magazine ist etwas hakelig so das man den Mag-Catch beherzt bedienen muß, was aber mit etwas Übung gut gelingt. Beim einlegen der Magazine muß man ebenfalls "bestimmt" zu Werke gehen und evetuell einen kleinen Clap auf den Magazinboden verpasssen damit sie richtig einrasten, das machen sie dann aber auch spührbar und sicher.

 


Schusstest und Chronowerte:

Beim Chronowerte ermitteln habe ich zwei Gasfüllungen verschoßen um ein brauchbares Bild zu erhalten, dazu habe ich die Waffe zunächst eingschossen, also das HopUp so justiert das die 0.30g BB´s auf ihre maximale Reichweite kamen ohne dabei nach oben abzudrehen. Ich habe dabei Reichweiten von gut 40 Meter erreicht und war dabei noch in der Lage von der Größe her Airsofttypische Ziele zu treffen. Die SMG-8 ist sicherlich kein Sturmgwehr aber für ihre Lauflänge und ihren Antriebsart nach leichten Modifikationen am HopUp doch angenehm präzise und kann mit einer vergleichbaren S-AEG auch bei der Reichweite und dem Trefferbild mithalten.

Also, eingeschossen auf ca. 40 Meter mit 0,30g BB´s und GreenGas ging es zum Chrono. Das BB-Gewicht und die Einstellungen hab ich beibehalten um einen realistischen Spielbtrieb zu simulieren, was sicher interessanter ist als ein steriles chronen mit 0.20g BB´s ohne HopUp ... So nutzt man das Teil ja eh nicht!

Von den erstem 5 Schüsse pro Magazinfüllung gingen Ausreißer auf Spitzenwerte von 1,7 bis 1,9 Joule, wobei ich bei einem Intervall von ca. 4 Sekundn zwischen den Schüssen einen abwertspendelnden Wert von 1,5J über ca 20 Schuss hinweg erhalten habe, dann haben sich die Werte bei den folgenden 15 Schüssen um die 1,3 Joule eingependelt. Die Gasfüllung im Magazin hätte nach der letzten der 40 BB´s noch für eine weitere Füllung gereicht, hier hätte ich dann im Spielbetrieb auf 0.28g oder 0.25g BB´s gewechslen um mit der selben HopUp-Einstellung konstant weiterspielen zu können.

Spitzenwerte: 1.7-1.9 Joule / Häufigster Wert: 1,4 - 1,5 Joule 

Beim zweitem Magazin habe ich die FPS-Drops ermittelt die sich einstellen wenn man eine GBB einer schnellen Schussfoge aussetzt, der CoolDown-Effekt zeigt dabei seine Wirkung. Bei einer schnellen Schussfolge von 5 Schüssen mit einem 0,5-1 Sekunden Intervall fallen die Werte von anfänglichen 1,5Joule rasch auf 1,2 oder gar nur 1Joule ab, wartet man dann 5 Sekunden stabilisiert sich das Druckverhältniss im Magazin und man steigt wieder bei 1,5 Joule ein. Der Anfangswert singt oder steigt je nach Zeit die zwischen den schnellen Schussfolgen vergeht so das man im realistschem Spielbetrieb und gelegentlichen kurzen Feuerstößen mit längeren Pausen eine stabieles System erhält das konstante Werte liefert. Zwingt man das SMG-8 zum Kugelspucken auf Zeit offenbaren die großvolumigen Magazine einen deutlichen Cool-Down Effekt was einen Leistungseinbruch nachsich zieht und das Schussbild ordentlich streuen läßt.


Fazit und Meinung:

Das WE SMG-8 ist eine gute Einsteiger GBB für den limitierten Geldbeutel und bietet neben einer sauberen Verarbeitung ein recht gefälliges Finish und schöne Oberflächen sowie präzise gefertige Details. Ich selbst war nach dem erstem Kontakt etwas überrascht von der guten Verarbeitung und auch etwas skeptisch über den wackeligen Bolt-Catch Hebel. Nachdem ich alles mal befingert hatte hab ich mich rangemacht mal ein Magazin zu leeren und bekamm gleiche etwas Erfurcht vor dem gewaltigem Rückstoß dieser kleinen Waffe, der vom Feeling her selbstzerstörrerische Außmaße befürchten läßt. Tatsächlich rappelt es die beiden Bodypins aus dem Hauptgehäuse von den harten Kicks des BlowBack-Systems, alledings scheint das System ansich stabil zu sein und sich nicht wie befürchtet selbst zu zerstören.

Die Gasausbeute im Einzelschussbetrieb läßt vermuten das man das SMG-8 auch im Winter noch verwenden kann auch wenn das vielleicht den Leichtmetalllegierungen nicht besonders gefallen wird. Stahlfetischisten bekommen vom SMG-8 sicherlich keine Gänsehaut da nur wenige ausgewählte Teile überhaupt eine Wirkung im Magnetfeld zeigt. Dafür kann die SMG-8 aber entgegen aller Erwartungen mit einem erstklassig funktionierenden Bolt Catch auftrumpfen der immer wieder sicher den Bolt stop wenn das Magazin leer ist. Das Schussbild ist für eine GBBR mit einem derart hartem Rückstoß und einer so kurzen Lauflänge absolut konkurrenzfähig und macht wirklich Freude. Man kann sicher kein effektives Sperrfeuer damit geben aber dafür ist sie ja nicht gerade gemacht.

Ich wüder die SMG-8 nicht als reine Fun-Gun abstempeln denn sie kann wirklich als Hauptwaffe mithalten und es gelingt damit einen Spieler in ca. 40 Meter mit nur wenigen aufgewendeten BB´s sicher zu treffen. Würde ich hier sagen das auch gut und gerne 50 Meter und etwas mehr an halbwegs effektiver Reichweite möglich sind klingt das wahrscheinlich übertrieben, nüchtern reden wir hier aber vom standardmäßigem Abstand zwischen zwei Straßenleitpfosten oder einem halben Fussballfeld. Wichtiger als ein paar Meter mehr oder weniger Reichweite ist aber die Art und weise wie das SMG-8 funktioniert, das tut es durch seine Konstruktion des Receivers, dem darin sicher geführtem Bolt und denn immer gleich und spielfrei sitzenden Magazinen nämlich außerordentlich gut. Also besser als andere Open Bolt System die bauartbedingt erheblich mehr Toleranzen aufweisen und daraus Probleme generieren. Kurz gesagt kann das SMG-8 etwas das andere GBBR´s nicht wiklich immer gut und zuferlässig beherrschen, nämlich sauber eine BB nach der anderen aus dem Magazin in den Lauf feeden und dann noch den Verschluss fangen wenn das Magazin leer ist, was die SMG-8 zu einer sehr zuverlässigen GBB macht. Das Feeling beim Schießen ist echt, also echt beindruckend weil das Teil ausschlägt wie ein Betonesel im Drogenrausch und dazu noch richtig laut losballert.

Nebenbei kann man am SMG-8 auch hier und da einen 1-Point Sling einhängen! ;)

Unter´m Strich ist die SMG-8 so einfach das sich eigenlich nur funktionieren kann und dabei so günstig das man meint das sie kaputt gehen muß, dies scheint aber viel daran zu liegen wie man sie behandelt. Ich hab sie schon mehrfach zerlegt und wieder zusammengbaut und außer ein paar Gebrauchsspuren und etwas Verschleiß zeigt das SMG-8 bisher keine Ausfälle oder Schäden.

Mir persönlich macht das SMG-8 Spaß!

Grüße

Worm²

super Review ! Würde mich deiner Meinung anschließen , meine SMG 8 geht seit Monaten auch gut :)

Hast du die mal auf Propan getestet ?
Ich find die ja auch recht heiß :D

Ne, Propan hab ich noch nicht versucht, bisher nur GreenGas und UltraGas. Wobei 144-Gas für das SMG-8 wahrscheinlich schon ausreichen wird und GreenGas schon etwas heftig ist.

Danke für das Review. Man sieht, dass da einiges an Arbeit investiert wurde.

Welches Visier verwendet du? Mein Billivisier verstellt bei jedem Schuss die Helligkeit und bei meinem teurem Piraten Arms Holo verstellt sich immer die Höhe. Der Kick macht mit Green Gas gut Laune (~1,3x so stark wie bei einer KWA MP7). Deine Chronomessung erscheint mir sehr hoch, ich werde es mal die Tage bei gleicher Temperatur chronen. Bei 5-10 Grad hatte ich 1,3J. Das Hop Up Gummi ist NICHT wie bei jedem WE Modell. Die meisten WE GBBs sind VSR Gummi kompatibel, die SMG-8 hat den Haltebalken am BB Ausgang, nicht wie sonst am Eingang. Korrigiert mich bitte falls ich falsch liege! Die Verarbeitung ist super, dass kann ich nur bestätigen. Die Reichweite finde ich etwas mau, die Präzision für den kurzen Standardlauf gut.
(3564 Posts)

(nachträglich editiert am 10.05.2016 um 23:21 Uhr)

Ich hab auf dem SMG-8 dieses Visier verbaut, das ist ohne Werkzeug einstellbar, verfügt über eine einstellbare QD-Montage und hällt die Einstellungen trotz des Rückschlags des SMG-8. Ich weiß nicht bis wieviel Joule dieses Visier Schussfest ist, nur das es mit GBBR´s ohne Probleme fertig wird.

http://www.kotte-zeller.de/UTG-3quot;-Sub-Compact-ITA-Red-Green-Dot-Leuchtpunktzielgerauml;t-inkl-Integral-QD-Halterung.htm?websale8=kotte-zeller-shop&pi=100272&ci=010588

Zum HopUp Gummi ...

Jetzt wo du es sagst seh ich den Unterschied!

Ich hab das im Review geändert, danke für den Hinweis!

Bei einem echtem Flat-Hop Mod nach R-Hop Methode spielt die Lage des Bucking ja eh keine Rolle weil man das Gummi ja ohnehin beschneidet, ich werd aber mal schauen ob ein VSR-10 Bucking überhaupt von der restlichen Form her beim SMG-8 passt!

Grüße

Worm²

Wenn du den Haltebalken abtrennst passt das. Das Gummi wird sich nicht drehen, wenn wohl er der Lauf und da liegt das Problem, dadurch könnte der Hop Up Arm kaputt gehen. Ich halte es ehr für unwahrscheinlich, wäre aber möglich. 

Mir ist gestern aufgefallen, dass sich bei meiner nach zwei Mags immer die Hop Up Stellschraube auf Null dreht. Hat da wer Erfahrungen mit? Lösubgsansätze? Die schraube lässt sich bon außen ja nicht entfernen, somit Fällt Teflonband oder Locktide weg...

Bisher hab ich diese Probleme nicht aber wie wäre es wenn du versucht eine zweite Madenschraube oder Kopfschraube einzudrehen und dazwischen eine Kugelschreiber-Feder bringst die die HopUp-Einstellschraube fixiert bzw kontert ...!?

Danke für das super detaillierte Review. Was ist das für ein Schalldämpfer und wo gibts den? Brauche ich auch. :)

(3564 Posts)

(nachträglich editiert am 19.02.2017 um 21:17 Uhr)

Der Schalldämpfer ist von Madbull und mit original Gemtech Markings versehen, daher etwas teurer ...

BTW: Die BlackSide-Schalldämpfer vom Gemtech sind im Original eigentlich für Pistolen gedacht.

http://www.kotte-zeller.de/MadBull-Gemtech-Blackside-Aluminium-Silencer-Desert-Tan-14mm-.htm?websale8=kotte-zeller-shop&pi=41512&ci=010497

Lob auch von mir für dieses Review. Viele Bilder, guter Ausdruck. Bitte mehr davon!

Grüße, OA

Habt Dank für das Lob, wenn ich mal wieder ein relevantes "Objekt" die Finger bekomme gibt´s auch ein Review!

Grüße

Worm²

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