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Ein Klappschaft wird nirgends gefordert - Daran solltet ihr euch nicht immer aufhängen.

Das RS 556 wird so sehr an der Ausschreibung teilnehmen wie HK433 UND HK416, genau wie das Sig Sauer MCX.

Sowohl MCX alsauch RS 556 könnten aber direkt aus der Ausschreibung fliegen, da es gerade beim RS 556 einige Schnittstellen mit AR15-Teilen gibt. Gefordert ist aber eine Waffe ohne ITAR-Teile. Man will mit den Waffen machen können was man will. Ansonsten könnten die USA festlegen, ob wir demnächst unsere Standardwaffe mit ins Ausland nehmen dürfen.

Daher sind alle AR15-Derivate die sich an der Ausschreibung beteiligen kritisch zu betrachten. Sig Sauer ist laut Insiderkreisen daran alle Probleme auszumerzen, wobei das MCX im Inneren nicht viel mit einem AR15 zutun hat. Witz komm raus: Selbst ein Stanag-Magazin könnte die Probleme auslösen.

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(nachträglich editiert am 10.11.2017 um 19:20 Uhr)

Das mit dem ITAR hatte ich auch schon im Hinterkopf.

Rüstungsprojekte am Rüstungsgütergestez der USA vorbei zu führen ist eine logische Vorgehensweise.

Theoretisch!

Einige europäische Gemeinschaftssprojekte die wohl eher suboptimale Ergebnisse, Bauphasen und Referenzen aufweisen, erklärt darin dass finanazielles Interesse in der Luftfahrt den Schwerpunkt eher an zivilen Projekten festmacht, die Verzögerungen dementsprechend groß bei militärischen, weniger lukrativen Aufträgen sind ...

Deutsche Rüstungskonzerne auf weitem Feld eher auf dem Rückzug, die achso innovative Technik als wichtiger Antreiber auch auf anderen Gebieten von Forschung und Entwicklung gleich mit ...

Rüstung muß sich halt wieder lohnen ... Oder so ähnlich.

Macht Sinn, macht Sinn!

Der Vergleich mit der Luftfahrt und europäischen Gemeinschaftsprojekten hinkt. Immerhin wird ein fertiges System für eine Nation gesucht und kein neues System im Verbund mit Partnern entwickelt.

Kein ITAR-Produkt zu wollen hat den Grund, frei über Nutzung und Verbleib der Waffen entscheiden zu wollen; Also genau das zu verhindern, was Deutschland seit je her mit verkauften Rüstungsgütern macht: Den Verbleib nach Ende der eigenen Nutzung (UND bei ITAR: Verbleib WÄHREND der Nutzung) zu bestimmen.

Das man im Hinterkopf die Rüstung im eigenen Land/in der Union  haben will, ist halt maximal ein Hintergedanke, den man nicht zu Papier bringen darf. Dennoch für mich ein Grund, dem RS556 mehr Chancen auf einen Sieg einzuräumen,  als wenn Steyr alleine damit antritt. 

(3373 Posts)

(nachträglich editiert am 10.11.2017 um 19:17 Uhr)

Ich hab eigentlich keinen Vergleich angestrebt, das war eher ein Ausschwingen einer Gedankenkette über Rüstungsprojekte mit "Hinderneissen" die eben nicht wie geplant liefen oder resultierten. Der Bund hat diesbezüglich aber seine Hausaufgaben bei der Vertragsgestalltung nach den vergangenen Debakeln gemacht.

In der eigentlichen Rolle der Landesverteidigung sind IMHO für die Rüstungskonzerne kaum Brötchen zu verdienen. Panzer, Haubitzen und Geschütze passen halt nicht in jeden Koffer. Ne, die EU Kommission sieht die Bedrohungslage eher bei illegalen Einwanderern erfüllt als bei militärischen Invasoren und sichert so den Erhalt der Rüstungsindustrie im hochtechnischem Überwachungssegment.

https://www.youtube.com/watch?v=D-2XdI2bvts

Vermittelt politisch gesehen etwas "Barcadie Feeling" ... So far!Cool Aber nutzt ja Nichts.

Da moderne Kriege vor allem eine Schlacht um Informationen sein werden ist das ganze natürlich auch als Investition in die Zukunft zu betrachten, man kann ja nicht immer davon ausgehen das es reicht, mit veralterter Ausrüstung in den ärmsten Ländern der Welt auf die dort vorherrschenden "Entwicklungsbremsen" zu schießen. Allein der Klimawandel wird meiner Meinung nach irgendwann einmal zu bewaffneten Konflikten zwischen Industrienationen führen, da gilt es dann halt ein exaktes Lagebild durch unabhängige Hochtechnologie zu haben.

Egal, das wird jetzt zu OffTopic, es ging ja um das Dienstende des Standardgewehr G36 und dessen möglichen Nachfolger, nicht um Rüstungskonzerne ansich, daher werf ich die nasse Gedankenkette nochmal in die Luft.

BTT.

Die Bedingung "No ITAR" knickt da ja einiges an Design weg, alles was nach M4/M16 aussieht quasie, ein Sichelschnitt durch das Feld möglicher Kandidaten also, demnach ist das Steyr-Rheinmetall schon Alteisen.

Ich hab da letztens mal ne Doku drüber gesehen, dass die Mängel "auffielen" als in Afghanistan ein Konvoi von Taliban in einen Hinterhalt überfallen waren. Da wurde 4 Tage lang Dauerfeuer gegeben und die G36 sind bei den hohen Wüstentemperaturen nach 4 Tagen ausgefallen. Überhitzter Lauf, wohl hauptsächlich.

Ich weiß ja nicht, ob andere Gewehre nach 4 Tagen Dauerfeuer nicht auch irgendwann die Hufe hochreisen würden. Noch dazu wenn sie eher für europäisches Klima konzipiert wurden - also keine 50°C im Schatten.

[Post von Knut Walfisch (17.11.2017 22:10) wurde als "SPAM / Trolling / unerwünschter Beitrag" markiert und daher ausgeblendet]
(3373 Posts)

(nachträglich editiert am 11.01.2018 um 03:33 Uhr)

Edit: Die Doku bezog sich sicher auf den Vorfall am Karfreitag 2010, das Gefecht dauerte alledings nur einige Stunden, keine Tage.

https://www.youtube.com/watch?v=E-XJM7xqwdc

https://www.youtube.com/watch?v=iTbTyFloelc

 

 

Interessant finde ich ja; Das G36 wird auch weiter in der Wüstenregion Mali eingesetzt. Die dort stationierten Soldaten äußerten sich dahingehend das ihr dort direkt übernommenes G36 zielsicher und zuverläßig funktioniert, wenn man es denn richtig bedienen kann.

Das bereits ein Verlust von regulären Truppen in modernen, aufgeklärten Staaten immer eine breite Front an medialen und somit öffentlichen Empören nachsich zieht wissen wir alle denke ich seit Zeiten des Vietnam-Krieges, die Kriegsberichtserstattung ansich hat sich seitdem ja ganz offensichtlich von "hochauflösend" in "Pixelgrafik" gewandelt.

Der springende Punkt meiner Meinung ist dabei, das bei einem Velust von Truppen auch eine Erklärung her muß warum eine moderne Armee in einer rein strategischen Gefechtssituation unterliegen konnte, was wiederum deswegen so problematisch ist weil Deutschlands Truppen in Afgahnistan ja eigentlich nie in einem Kampfeinsatz entsendet wurde sonder auf eine Hilfs- b.z.w. Stabilisierungsmission bei der auf schweres Kampfgerät verzichtet wurde, somit auch keine schweren Kampfpanzer und Mörser mit im Arsenal der Bundeswehr standen mit denen man eine Situation wie die damals in Afgahnistan souverän hätte klären können.

Somit sind befehlshabene Generäle technisch b.z.w. strategisch gesehen etwa auf dem selben Niveau gefesselt wie die Aufständischen und bei Verlusten somit vielleicht auch etwas unter Erklärungsnot. Das Debakel um das G36 ist daher meiner Meinung nach ein überwiegend politisch motivierts Köpferollen, die Verantwortung wurde diesbezüglich sicher an die nächste, übergeordnete Stelle abgeleitet, von wo aus man dann natürlich mögliche Fehler im System sucht.

Defakto scheint das G36 einfach nicht mehr zeitgemäß, zweckdienlich und zuverläßig zu sein als das modernen Ansprüchen Genüge tun kann.



Die Bundeswehr hat sich bei dem G95 (HK416A7) o.a. "Sturmgewehr-Spezialkräfte" als neue Dienstwaffe für Spezialkräfte festgelegt.

Hier nachzulesen.

http://www.esut.de/esut/archiv/news-detail-view/artikel/g95-das-neue-sturmgewehr-spezialkraefte/




(nachträglich editiert am 13.10.2019 um 12:11 Uhr)

Kommendes Jahr will die Bw endlich ne Entscheidung treffen was nun das neue STAN-Gewehr wird! laughing

Wohl nur noch 3 Gewehre in der Auswahl:

....link...

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